Hausanbau Kosten pro m² – Rechner

Hausanbau Kosten: 30 m² Anbau im Standard kosten rund 139.100 €, also 4.637 € pro m². So rechnen Sie Ihren Anbau in Minuten durch.

Gesamtkosten139.100 €
Pro m² Anbaufläche4.637 €
Reine Baukosten114.000 €
Baunebenkosten (15 %)17.100 €
Anschluss an den Bestand8.000 €

Hausanbau Kosten liegen als Richtwert 2026 bei etwa 3.000 bis 4.800 € pro m² Baukosten, je nach Ausstattung. Dazu kommen Baunebenkosten und der Anschluss an das Bestandsgebäude.

Das Wichtigste in Kürze

  • Formel: Anbaufläche × Baukosten pro m² + Nebenkosten + Anschluss.
  • Standard: etwa 3.800 € pro m² Baukosten als Richtwert 2026.
  • Baunebenkosten: oft 12 bis 20 % der Baukosten.
  • Anschluss: im Beispiel 8.000 €, je nach Bestand deutlich mehr oder weniger.
  • Reserve: 10 bis 15 % auf die Bausumme einplanen.

Hausanbau Kosten: So rechnen Sie den Anbau

Der Anbau kostet die Fläche mal den Preis pro m², plus Nebenkosten und Anschluss. Die Formel lautet: Gesamt = Fläche × Preis pro m² + Nebenkosten + Anschluss. Ein Wohnzimmeranbau mit 30 m² und Standardpreis zeigt, wie das zusammenspielt.

Die Rechnung für 30 m² im Standard: 30 × 3.800 = 114.000 € Baukosten. Die Baunebenkosten mit 15 % sind 17.100 €. Dazu kommen 8.000 € Anschluss. Die Summe ist 114.000 + 17.100 + 8.000 = 139.100 €. Pro m² sind das 139.100 ÷ 30 = 4.636,67, also rund 4.637 € je m².

Anbau kosten pro m2 nach Ausstattung

Der Standard entscheidet über den Grundpreis pro m². Die Richtwerte 2026 sind regional unterschiedlich.

Standard Baukosten pro m² 30 m² Baukosten
Einfach etwa 3.000 € 90.000 €
Standard etwa 3.800 € 114.000 €
Gehoben etwa 4.800 € 144.000 €

Die Rechnung für 30 m² lautet: 30 × 3.000 = 90.000 €, 30 × 3.800 = 114.000 € und 30 × 4.800 = 144.000 €. Bad, Küche und Fußbodenheizung machen einen Anbau pro m² deutlich teurer als ein reines Zimmer.

Rechenbeispiele

Wohnzimmeranbau, 30 m², Standard

  • Baukosten: 30 × 3.800 = 114.000 €
  • Baunebenkosten 15 %: 114.000 × 0,15 = 17.100 €
  • Anschluss an den Bestand: 8.000 €
  • Summe: 139.100 €, also rund 4.637 € pro m²

Kleiner Anbau, 20 m², einfach

  • Baukosten: 20 × 3.000 = 60.000 €
  • Baunebenkosten 15 %: 9.000 €
  • Anschluss an den Bestand: 10.000 €
  • Summe: 79.000 €, also 3.950 € pro m²

Küchenanbau, 15 m², gehoben

  • Baukosten: 15 × 4.800 = 72.000 €
  • Baunebenkosten 15 %: 10.800 €
  • Anschluss an den Bestand: 12.000 €
  • Summe: 94.800 €, also 6.320 € pro m²

Vergleich bei gleichem Standard

Bei 3.800 € pro m² und 8.000 € Anschluss gilt:

  • 10 m²: 10 × 3.800 = 38.000 €, plus 15 % (5.700 €), plus 8.000 € = 51.700 €, also 5.170 € pro m²
  • 30 m²: 4.637 € pro m², wie oben

Der Anschluss ist ein fester Block. Er verteilt sich auf mehr Fläche, je größer der Anbau ist. Deshalb sinkt der Preis pro m² mit der Größe, wenn der Standard gleich bleibt.

Anschluss an das Bestandsgebäude: Was dazugehört

Der Anschluss ist oft der Posten mit den meisten Überraschungen. Typische Einzelposten sind:

  • Wanddurchbruch mit Sturz in der Außenwand
  • Verlängerung von Heizung, Strom und Wasser
  • Anpassung von Dach und Fassade an der Übergangsstelle
  • Dämmung an der Verbindungsstelle

Bei tragenden Wänden braucht der Durchbruch eine Statik, und ein Statiker rechnet die Lasten nach, bevor die Wand geöffnet wird. Das gilt für jede Wand, die Lasten aus dem Dach oder aus Geschossen trägt. Planen Sie dafür Zeit und Geld ein, bevor der Bau startet. Für den Neubauvergleich hilft der Hausbau Kosten Rechner, der pro m² für einen kompletten Neubau rechnet.

Baunebenkosten und Reserve

Baunebenkosten sind Planung, Statik, Genehmigung, Vermessung und Bauleitung. Bei Anbauten liegen sie oft bei 12 bis 20 % der Baukosten. Der Rechner setzt 15 % an, das lässt sich im Feld ändern.

Die Reserve ist Ihre Sicherheit für Überraschungen im Bestand. Sie liegt bei 10 bis 15 % auf die Bausumme. Bei 114.000 € Baukosten sind 10 % gleich 11.400 €, und 15 % gleich 17.100 €. Legen Sie diesen Betrag zur Seite, bevor Sie Aufträge vergeben.

Genehmigung, Dachstuhl und Fenster

Ob Sie für den Anbau eine Baugenehmigung brauchen, regeln die Landesbauordnungen. Fragen Sie vorab beim Bauamt nach und prüfen Sie den Bebauungsplan. Für kleinere Bauten hilft der Ratgeber Terrassenüberdachung und Baugenehmigung bei der ersten Einordnung.

Wird das Dach über den Anbau verlängert, rechnen Sie zusätzlich mit dem Dachstuhl Kosten Rechner. Neue Fenster an der Verbindungsstelle kosten extra, siehe Fenster austauschen Kosten.

Ablauf eines Anbaus

  1. Bedarf festlegen. Wie viele Quadratmeter, welche Räume, welcher Standard?
  2. Bestand aufmessen. Lassen Sie die Außenwand, Leitungen und Fundamente prüfen.
  3. Planung und Genehmigung. Architekt, Statik und Bauamt stimmen den Entwurf ab.
  4. Angebote einholen. Vergleichen Sie Positionen, nicht nur die Endsumme.
  5. Bau und Anschluss. Der Durchbruch und die Verbindung kommen oft zuerst.
  6. Abnahme. Prüfen Sie Dichtheit, Dämmung und Anschlüsse vor der Schlussrechnung.

Dieser Ablauf zeigt, wo das Geld fließt. Die Planung kostet wenig, Fehler im Anschluss kosten viel.

Bauweise: Holzrahmen oder Mauerwerk

Holzrahmenbau geht oft schneller als Mauerwerk, weil die Wände vorgefertigt kommen. Ob sich das lohnt, zeigt der Holzrahmenbau Kosten Rechner. Wählen Sie die Bauweise früh, denn sie beeinflusst Fundament, Dach und Anschluss. Wer Hausanbau kosten pro m2 mit einem Neubau vergleicht, nimmt den gleichen Standard als Basis.

Warum ein Anbau pro m² teurer ist als ein Neubau

Ein Neubau hat eine feste Grundfläche, die auf einmal gebaut wird. Ein Anbau dagegen hängt an einem Gebäude, das schon steht. Dort muss der Bauleiter zuerst prüfen, was sich öffnen lässt und was tragen muss. Das braucht Zeit, und Zeit kostet Geld.

Hinzu kommt der Anschluss. Die Verbindung zwischen altem und neuem Mauerwerk braucht Abdichtung, Dämmung und oft eine neue Dachkante. Diese Arbeiten fallen bei einem Neubau nicht an. Deshalb liegen Anbauten pro m² meist über dem Neubaupreis, auch wenn der Baupreis gleich wäre.

Wer Kosten für Hausanbau vergleicht, sollte daher nie nur die Baukosten pro m² lesen. Der Anschluss gehört immer dazu.

Nebenkosten im Überblick

Posten Worauf Sie achten
Planung und Architekt Leistungsphasen klar benennen
Statik Durchbruch in tragenden Wänden
Genehmigung Gebühren laut Bauamt
Vermessung Grenzen und Höhen des Grundstücks
Bauleitung wer kontrolliert den Anschluss

Diese Liste zeigt, dass Nebenkosten keine Kleinigkeit sind. Im Rechner stehen sie als Prozentsatz der Baukosten, damit Sie schnell eine Größenordnung sehen.

Wo sich beim Anbau Geld sparen lässt

Der größte Hebel ist der Standard. Wählen Sie statt gehoben den Standard, spart das pro m² 1.000 € Baukosten (4.800 − 3.800 = 1.000 €). Bei 30 m² sind das 30 × 1.000 = 30.000 € Baukosten, plus 15 % Nebenkosten, also 34.500 € insgesamt.

Sparen Sie aber nicht am Anschluss. Eine schlecht gedämmte Verbindungsstelle kostet später Heizenergie und oft eine Nachbesserung. Lassen Sie sich die Positionen Dämmung und Abdichtung im Angebot einzeln nennen, damit Sie vergleichen können. Ein Vergleich von drei Angeboten zeigt schnell, wo die Preisunterschiede liegen. Achten Sie darauf, dass alle Anbieter die gleiche Fläche und den gleichen Standard angeben, sonst vergleichen Sie Äpfel mit Birnen.

Tipps und häufige Fehler

  • Statik früh klären. Ein Durchbruch in tragende Wände braucht eine Berechnung.
  • Bestand prüfen. Ein anderer Wandaufbau als erwartet verteuert den Anschluss.
  • Bauweise vergleichen. Holzrahmenbau geht oft schneller als Mauerwerk.
  • Reserve einplanen. Rechnen Sie 10 bis 15 % obendrauf.
  • Genehmigung beantragen. Bauen ohne Genehmigung kann teuer werden.
  • Angebote nach Positionen vergleichen. Achten Sie darauf, ob der Anschluss enthalten ist.

Der Rechner liefert eine erste Größenordnung. Ein Architekt oder Fachbetrieb erstellt die verbindliche Kostenschätzung.

Häufige Fragen

Was kostet ein Anbau pro m²?

Ein Anbau kostet 2026 als Richtwert etwa 3.000 bis 4.800 € pro m² Baukosten, je nach Ausstattung und Bauweise. Dazu kommen Nebenkosten und der Anschluss an das Bestandsgebäude. Die Werte sind regional unterschiedlich.

Warum ist ein Anbau teurer als ein Neubau?

Feste Kosten wie Baustelleneinrichtung, Fundament und Anschlüsse verteilen sich auf weniger Fläche. Außerdem muss die Außenwand des Bestands geöffnet und angeschlossen werden. Pro m² kann ein Anbau deshalb spürbar mehr kosten als ein Neubau.

Brauche ich für den Anbau eine Baugenehmigung?

In den meisten Fällen ja, denn die Landesbauordnungen regeln, wann ein Anbau genehmigungspflichtig ist. Fragen Sie vorab beim Bauamt nach und prüfen Sie den Bebauungsplan. Bauen ohne Genehmigung kann Sie später teuer zu stehen kommen.

Was kostet der Anschluss an das Bestandsgebäude?

Im Rechner setzen Sie 8.000 € für Durchbruch, Leitungen und Anpassung an. Je nach Bestand kann der Anschluss zwischen rund 5.000 € und mehr als 15.000 € liegen. Lassen Sie ihn im Angebot einzeln ausweisen.

Wie plane ich die Reserve?

Im Bestand tauchen häufig Überraschungen auf, zum Beispiel ein anderer Wandaufbau als geplant. Rechnen Sie mit 10 bis 15 % Reserve auf die Bausumme. Bei 114.000 € Baukosten sind das 11.400 bis 17.100 €.

Alle Ergebnisse sind Schätzungen. Mengen und Preise vor dem Kauf mit dem Händler oder Fachbetrieb abgleichen.