Rasen nachsäen – Saatgut berechnen
Rasen nachsäen: Für 100 m² brauchen Sie bei 15 g pro m² etwa 1,5 kg Saatgut, das kostet bei 8 € pro kg rund 12 €. Rechner für Menge und Kosten.
Rasen nachsäen heißt, auf einer bestehenden Fläche neue Samen zu verteilen, damit kahle Stellen zuwachsen. Die Menge berechnen Sie mit Fläche × Saatmenge pro m². Eine Fläche von 10 m × 10 m hat 100 m², bei 15 g/m² sind das 100 × 15 = 1.500 g, also 1,5 kg Saatgut.
Das Wichtigste in Kürze
- Normale Nachsaat: 15 g Saatgut je m².
- Neuansaat auf nacktem Boden: etwa 30 g je m².
- 100 m² bei 15 g/m² brauchen 1,5 kg Saatgut.
- Ein Saatgutpreis von 8 € je kg ergibt für 1,5 kg rund 12 €.
- Frühjahr ab April und Spätsommer bis September sind die besten Zeiten.
Rasen nachsäen: Die Formel in drei Schritten
Der Rechner oben nimmt Länge und Breite in Metern, wählt die Saatmenge nach dem Zustand Ihres Rasens und zeigt Menge in Kilogramm und Kosten. Von Hand rechnen Sie so:
- Fläche = Länge × Breite in Metern.
- Saatgut in Gramm = Fläche × Saatmenge pro m².
- Kosten = Saatgut in Kilogramm × Preis pro Kilogramm.
Weil bereits Gras auf der Fläche steht, braucht die Nachsaat weniger Samen als eine Neuansaat auf nacktem Boden.
Nachsaat rasen: Saatmenge nach Zustand
| Zustand | Saatmenge | Menge für 100 m² |
|---|---|---|
| Leichte Auffrischung | 10 g/m² | 1 kg |
| Normale Nachsaat | 15 g/m² | 1,5 kg |
| Viele kahle Stellen | 20 g/m² | 2 kg |
| Neuansaat | 30 g/m² | 3 kg |
Das sind Richtwerte. Rasenmischungen sind verschieden schwer und verschieden dicht. Lesen Sie die Mengenangabe auf der Packung und rechnen Sie mit diesem Wert.
Rechenbeispiele
Hausgarten: 10 m × 10 m, normale Nachsaat, 8 € pro kg
- Fläche: 10 × 10 = 100 m²
- Saatgut: 100 × 15 g = 1.500 g = 1,5 kg
- Kosten: 1,5 × 8 = 12 €
Langer Streifen: 25 m × 5 m, viele kahle Stellen
- Fläche: 25 × 5 = 125 m²
- Saatgut: 125 × 20 g = 2.500 g = 2,5 kg
- Kosten: 2,5 × 8 = 20 €
Neuer Bereich: 20 m × 10 m, Neuansaat
- Fläche: 20 × 10 = 200 m²
- Saatgut: 200 × 30 g = 6.000 g = 6 kg
- Kosten: 6 × 8 = 48 €
Runden Sie auf die Packungsgröße auf, die Sie kaufen. Gängig sind Packungen von 1 kg, 2,5 kg und 10 kg.
Rasen vertikutieren und nachsäen: Vorbereitung
Die Vorbereitung entscheidet, ob die Körner keimen. Gehen Sie in dieser Reihenfolge vor:
- Mähen: Kürzen Sie den Rasen auf etwa 2 bis 3 cm.
- Vertikutieren: Entfernen Sie Moos und Rasenfilz, damit die Körner den Boden erreichen.
- Lockern: Verdichtete Stellen mit der Grabegabel lüften.
- Aussäen: Verteilen Sie die Hälfte der Samen längs und die andere Hälfte quer, am besten mit einem Streuwagen.
- Abdecken: Sieben Sie eine dünne Schicht Rasenerde oder Sand darüber und treten Sie die Fläche leicht an.
Rasen ausbessern: Zeitpunkt und Menge
Kleine kahle Stellen sind schnell ausgebessert. Die beste Zeit liegt im Frühjahr ab April oder im Spätsommer bis Mitte September. Im Spätherbst keimt die Saat bei kalten Temperaturen kaum noch. Im Hochsommer trocknet sie in der Hitze zu schnell aus.
Für eine kleine Stelle von 2 m² rechnen Sie bei 20 g/m²: 2 × 20 = 40 g Saatgut. Das reicht für eine Handvoll Samen, die Sie gleichmäßig verteilen.
Pflege nach dem Säen
Die ersten Wochen entscheiden. Halten Sie die Oberfläche feucht und gießen Sie lieber öfter und wenig als selten und viel. Betreten Sie die Fläche nicht, bis das neue Gras etwa 8 cm hoch ist. Der erste Schnitt ist dann fällig. Kürzen Sie dabei nur ein Drittel der Halmlänge.
Düngen Sie mit einem Startdünger für Rasen, wenn die Packungsanleitung das vorsieht. Unkrautvernichter passen nicht zur Nachsaat, weil sie auch die jungen Gräser schädigen. Lesen Sie die Wartezeit auf der Packung.
Häufige Fehler
- Zu dick gesät. Zu viele Samen verdrängen sich gegenseitig und der Rasen wird anfällig für Pilze.
- Zu spät im Jahr. Bei Frost keimen die meisten Mischungen nicht mehr.
- Zu früh betreten. Schon wenige Schritte drücken die jungen Keimlinge in den Boden.
- Austrocknen lassen. Ein einziger heißer Tag ohne Wasser kann die Keimung stoppen.
- Filz nicht entfernt. Samen, die auf Rasenfilz liegen, finden keinen Kontakt zum Boden.
- Falsche Mischung. Für Schatten gibt es eigene Schattenrasen-Mischungen, für Spielflächen strapazierfähige Sorten.
Nachsaat rasen oder Neuansaat: die Entscheidung
Eine Nachsaat reicht, wenn der Rasen noch dicht ist und nur Lücken hat. Als grobe Faustregel gilt: Sind mehr als ein Drittel der Fläche kahl oder mit Unkraut bewachsen, ist eine Neuansaat oft der bessere Weg. Dann sollten Sie die Fläche umgraben, Unkraut entfernen und den Boden lockern, bevor Sie säen.
Bei einer Nachsaat sparen Sie Saatgut. Die Menge bleibt bei 10 bis 20 g je m², während eine Neuansaat 25 bis 30 g je m² braucht.
Saatgut für typische Flächen
| Fläche | Saatgut bei 15 g/m² | Kosten bei 8 € je kg |
|---|---|---|
| 50 m² | 0,75 kg | 6 € |
| 100 m² | 1,5 kg | 12 € |
| 200 m² | 3 kg | 24 € |
Die Werte gelten für eine normale Nachsaat. Bei vielen kahlen Stellen rechnen Sie mit 20 g je m², also 2 kg je 100 m².
Saatgut richtig verteilen
Ungleichmäßig verteilte Samen geben später eine fleckige Fläche. So gelingt die Verteilung:
- Packung in zwei gleich große Mengen teilen.
- Die erste Hälfte längs über die Fläche streuen.
- Die zweite Hälfte quer streuen.
- Die Fläche mit einer Walze oder dem Fuß leicht andrücken.
Ein Streuwagen erleichtert das gleichmäßige Verteilen auf größeren Flächen. Stellen Sie ihn auf die Menge ein, die die Packung angibt.
Nach dem Verteilen prüfen Sie die Fläche von oben. Hellere Stellen ohne Samen füllen Sie mit der Hand nach. So bleibt der Rasen am Ende gleichmäßig dicht.
Herbst oder Frühjahr: Unterschiede bei der Keimung
Im Herbst ist der Boden oft noch warm, während die Tage kürzer und kühler werden. Die Keimung dauert dann etwas länger, verläuft aber meist gleichmäßig, weil weniger Hitze die Feuchte aus der Erde zieht. Achten Sie darauf, dass die Saat vor den ersten starken Frösten gut angewachsen ist.
Im Frühjahr wachsen Gräser und Unkräuter gleichzeitig. Die Konkurrenz ist deshalb größer, und ein Vertikutieren vor der Saat hilft spürbar. Im späten Frühjahr kann Trockenheit die Keimung bremsen. Dann gießen Sie häufiger und kurz.
Zeitplan der ersten vier Wochen
- Tag 1 bis 21: Die Fläche täglich ein- bis zweimal leicht feucht halten.
- Woche 2 bis 3: Die Keimlinge zeigen sich. Gießen Sie weiter, aber seltener und dafür tiefer.
- Woche 3 bis 4: Erster Schnitt, wenn das Gras etwa 8 cm hoch ist. Schneiden Sie nur ein Drittel ab.
Rasenmischungen unterscheiden sich in Keimzeit und Belastbarkeit. Eine Mischung für Spielflächen enthält meist strapazierfähige Gräser, eine für Schatten eigene Schattengräser. Wählen Sie die Mischung nach der Nutzung, nicht nur nach dem Preis.
Düngen Sie erst, wenn das neue Gras sicher steht. Ein zu früher Dünger bringt wenig und kann die jungen Gräser überfordern.
Passende Rechner und Ratgeber
Die Saatmenge pro Quadratmeter für eine Neuansaat finden Sie im Rasensamen pro m² Rechner. Den Düngebedarf nach der Saat berechnen Sie mit dem Dünger Rechner.
Wann genau der beste Zeitpunkt ist, erklärt der Ratgeber zum Rasen säen. Wenn Sie den Boden nach dem Vertikutieren ausgleichen, rechnen Sie die Sandmenge mit dem Rasen sanden Rechner nach.
Häufige Fragen
Wie viel Saatgut braucht man für die Nachsaat?
Rechnen Sie mit 10 bis 20 g je m² bei einer Nachsaat. Für 100 m² sind das bei 15 g/m² genau 1,5 kg. Eine Neuansaat braucht mit etwa 25 bis 30 g/m² deutlich mehr. Die Packung nennt die genaue Menge für die Mischung.
Wann sollte man Rasen nachsäen?
Am besten säen Sie im Frühjahr ab April oder im Spätsommer bis September, wenn der Boden warm und feucht ist. Im Hochsommer trocknet die Saat zu schnell aus, im späten Herbst keimt sie kaum noch.
Wie lange darf nachgesäter Rasen nicht betreten werden?
Betreten Sie die Fläche nicht, bis das neue Gras etwa 8 cm hoch ist. Bei normalem Wetter dauert das einige Wochen. Dann mähen Sie zum ersten Mal und kürzen nur ein Drittel der Halmlänge.
Wann kann man Rasen vertikutieren und nachsäen?
Vertikutieren und Nachsäen gehen am besten im Frühjahr oder Spätsommer, wenn der Rasen wächst. Vertikutieren Sie zuerst, mähen Sie kurz und säen Sie danach aus. Arbeiten Sie nicht bei Hitze oder Frost.
Wie oft muss ich neu eingesäten Rasen gießen?
Halten Sie die Fläche in den ersten zwei bis drei Wochen gleichmäßig feucht, am besten mehrmals täglich in kleinen Mengen. Die Oberfläche darf nicht austrocknen, aber auch keine Pfützen bilden.
Brauche ich nach dem Nachsäen Sand oder Erde?
Eine dünne Schicht Sand oder Rasenerde von etwa 0,5 cm schützt die Körner vor Vögeln und Austrocknung. Bei größeren Mengen hilft Ihnen der Rechner für Rasensand weiter.
Alle Ergebnisse sind Schätzungen. Mengen und Preise vor dem Kauf mit dem Händler oder Fachbetrieb abgleichen.