Schotter für Unterbau berechnen: Rechner für Terrasse und Weg

Schotter für Unterbau berechnen: Eine Terrasse von 4 m × 3 m mit 20 cm Dicke braucht 3,31 m³ oder 5,63 t, mit 20 % Zuschlag 6,76 t. Ihre Maße prüfen.

Fläche des Unterbaus16,56 m²
Volumen (lose)3,31 m³
Gewicht ohne Zuschlag5,63 t
Schotter bestellen6,76 t
Materialkosten169 €

Schotter für Unterbau berechnen Sie als Fläche mal Dicke mal Schüttdichte. Menge in Tonnen = (Länge + 2 × Überstand) × (Breite + 2 × Überstand) × Dicke × Schüttdichte. Eine Terrasse von 4 m × 3 m mit 30 cm Überstand an jeder Seite hat (4 + 0,6) × (3 + 0,6) = 4,6 × 3,6 = 16,56 m² Unterbau. Bei 20 cm Dicke sind das 16,56 × 0,20 = 3,31 m³. Bei 1,7 t/m³ wiegt das 5,63 t.

Beim Verdichten sinkt die Schicht ab. Mit 20 % Zuschlag bestellen Sie 5,63 × 1,20 = 6,76 t.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Überstand beträgt 20 bis 30 cm an jeder Seite.
  • Unterbau Terrasse Schotter: 15 bis 25 cm dick, Gartenweg 10 bis 15 cm.
  • Schotter 0/32 wiegt etwa 1,7 t je m³.
  • Bestellen Sie 20 % mehr, weil sich der Unterbau beim Verdichten setzt.
  • Verdichten Sie jede Lage von höchstens 15 bis 20 cm einzeln.

Schotter für Unterbau: Wofür der Unterbau dient

Der Unterbau trägt die Last, leitet Wasser ab und schützt vor Frost. Er liegt unter:

  • Terrassenplatten und Pflaster
  • Gartenwegen und Stellplätzen
  • Gartenhäusern und Bodenplatten
  • Einfahrten

Ohne tragfähigen Unterbau setzen sich Platten ungleichmäßig, und Pfützen bleiben stehen. Der Schotter verteilt die Last auf einen größeren Bereich des Bodens, damit er nicht an einer Stelle einsinkt.

Kies oder Schotter als Unterbau

Für Terrassen und Pflasterflächen nimmt man in der Regel Schotter mit Feinanteilen. Seine Körner greifen ineinander, wenn Sie ihn verdichten. Kies ohne Feinanteile bleibt locker und trägt deutlich weniger. Kies eignet sich daher höchstens für Flächen ohne Last, etwa als Deckschicht.

Unterbau Schotter muss in Lagen eingebaut und verdichtet werden. Eine einzelne dicke Schicht lässt sich unten nicht fest verdichten. Deshalb planen Sie die Dicke in Lagen von etwa 15 bis 20 cm.

Richtwerte für die Dicke

Nutzung Dicke des Unterbaus
Gartenweg etwa 10 bis 15 cm
Terrasse etwa 15 bis 25 cm
Stellplatz für Pkw etwa 30 bis 40 cm
Einfahrt mit Lieferverkehr 40 cm und mehr

Das sind Richtwerte. Boden, Frostbelastung und Last entscheiden im Einzelfall.

Rechenbeispiele

Beispiel 1: Terrasse, 4 m × 3 m, 30 cm Überstand, 20 cm dick

  • Fläche mit Überstand: 4,6 × 3,6 = 16,56 m²
  • Volumen: 16,56 × 0,20 = 3,31 m³
  • Gewicht bei 1,7 t/m³: 3,31 × 1,7 = 5,63 t
  • Mit 20 % Zuschlag: 5,63 × 1,20 = 6,76 t
  • Kosten bei 25 € pro t: 6,76 × 25 = rund 169 €

Beispiel 2: Stellplatz, 8 m × 3 m, 30 cm Überstand, 30 cm dick

  • Fläche mit Überstand: 8,6 × 3,6 = 30,96 m²
  • Volumen: 30,96 × 0,30 = 9,29 m³
  • Gewicht bei 1,7 t/m³: 9,29 × 1,7 = 15,79 t
  • Mit 20 % Zuschlag: 15,79 × 1,20 = 18,95 t
  • Kosten bei 25 € pro t: 18,95 × 25 = rund 474 €

Beispiel 3: Gartenweg, 10 m × 1 m, ohne Überstand, 10 cm dick

  • Fläche: 10 × 1 = 10 m²
  • Volumen: 10 × 0,10 = 1,0 m³
  • Gewicht: 1,0 × 1,7 = 1,7 t
  • Mit 20 % Zuschlag: 1,7 × 1,20 = 2,04 t
  • Kosten bei 25 € pro t: 2,04 × 25 = rund 51 €

Typische Preise

Richtwerte 2026, regional unterschiedlich:

Posten Preis
Schotter 0/32 etwa 15 bis 35 € pro t
Frostschutzschotter 0/45 etwa 12 bis 30 € pro t
Recyclingschotter 0/32 oft etwas günstiger, Angebot prüfen
Lieferung mit Kipper je nach Entfernung 100 bis 300 €
Rüttelplatte leihen etwa 40 bis 70 € pro Tag

Frostschutzschotter nehmen Sie, wenn Frost tief in den Boden zieht. Den Bedarf für Pflasterflächen rechnen Sie zusätzlich im Rechner Unterbau Pflasterfläche berechnen nach. Für den Sand auf dem Unterbau gilt der Rechner Pflastersand berechnen.

Wie verdichten Sie richtig?

Verdichten Sie mit einer Rüttelplatte in Lagen von höchstens 15 bis 20 cm. Befeuchten Sie das Material leicht, bevor Sie anfangen. Überfahren Sie jede Lage mehrmals, bis die Oberfläche fest bleibt und keine Abdrücke der Platte mehr zeigt. Erst dann kommt die nächste Lage.

Tipps und typische Fehler

  • Mutterboden abtragen. Der Schotter gehört auf festen Untergrund, nicht auf Humus.
  • In Lagen einbauen. Verdichten Sie jede Lage von etwa 15 bis 20 cm einzeln.
  • Gefälle vorsehen. Planen Sie etwa 1 bis 2 cm je Meter vom Haus weg, damit Wasser abläuft.
  • Vlies bei weichem Boden. Auf Lehm trennt ein Vlies Schotter und Boden.
  • Zuschlag einrechnen. Wer ohne Reserve bestellt, bekommt oft eine Fuhre zu wenig.
  • Recyclingschotter ohne Nachweis. Fragen Sie den Händler nach dem Prüfnachweis, bevor Sie Recyclingschotter einbauen.

Wie viel Schotter insgesamt auf Ihrer Fläche liegt, zeigt der Rechner Schotter berechnen. Warum ein Pflaster absackt, wenn der Unterbau fehlt, erklärt der Ratgeber Pflaster sackt ab: Fehler beim Unterbau. Für Bodenplatten lesen Sie Schotter unter der Bodenplatte.

Häufige Fragen

Wie viel Schotter brauche ich für den Unterbau?

Rechnen Sie die Fläche inklusive Überstand mal Schichtdicke mal Schüttdichte. Für eine Terrasse von 4 m × 3 m mit 30 cm Überstand und 20 cm Dicke sind das 16,56 m², also 3,31 m³ oder 5,63 t. Mit 20 % Zuschlag sind es 6,76 t.

Wie dick sollte der Schotter-Unterbau sein?

Für Gartenwege reichen oft 10 bis 15 cm. Für Terrassen sind 15 bis 25 cm üblich, für befahrene Flächen 30 bis 50 cm. Bei Lehmboden und Frostgefahr planen Sie lieber dicker.

Warum soll der Unterbau über die Fläche hinausragen?

Ein Überstand von etwa 20 bis 30 cm an jeder Seite stützt die Randsteine und Platten. Ohne ihn sackt der Rand ab, und die Fläche kippt nach außen.

Welche Schotterart eignet sich für den Unterbau?

Gut verdichtbar sind Schotter 0/32 oder Frostschutzschotter 0/45. Das Gemisch enthält Körner und Feinanteile, die sich beim Verdichten verzahnen. Kies ohne Feinanteile bleibt locker und ist weniger tragfähig.

Muss ich den Schotter verdichten?

Ja. Verdichten Sie mit einer Rüttelplatte in Lagen von höchstens 15 bis 20 cm. Befeuchten Sie das Material leicht. Eine unverdichtete Schicht setzt sich später ungleichmäßig.

Alle Ergebnisse sind Schätzungen. Mengen und Preise vor dem Kauf mit dem Händler oder Fachbetrieb abgleichen.