Heizleistung berechnen – Rechner mit BTU in Watt
Heizleistung berechnen Sie mit Fläche × Richtwert in W/m²: 20 m² bei 70 W/m² ergeben 1.400 W, also 4.777 BTU/h. Mit Kühllast und BTU-Umrechnung.
Heizleistung berechnen Sie in einem Schritt: Sie multiplizieren die Raumfläche mit einem Richtwert in Watt pro Quadratmeter. Ein Wohnzimmer mit 5 m × 4 m hat 20 m². Bei 70 W/m² für ein Haus ab Baujahr 1995 sind das 20 × 70 = 1.400 W, also 1,4 kW. In BTU pro Stunde sind das 1.400 × 3,412 ≈ 4.777 BTU/h.
Der Rechner oben nimmt Länge, Breite und Höhe des Raums in Metern. Sie wählen den Zustand des Gebäudes, und er zeigt die Leistung in Watt, kW und BTU/h. Zusätzlich schätzt er die Kühlleistung für ein Klimagerät.
Das Wichtigste in Kürze
- Grundformel: Fläche in m² × Richtwert in W/m² × (Raumhöhe ÷ 2,5).
- Richtwerte: 50 W/m² für gut gedämmt bis 130 W/m² für einen unsanierten Altbau.
- Raumhöhe: Bei 2,5 m Höhe gilt der Faktor 1. Bei 3 m Höhe sind es 3 ÷ 2,5 = 1,2.
- Umrechnung: 1 W = 3,412 BTU/h. Ein kW sind 1.000 W.
- Grenze: Der Rechner ersetzt keine Heizlastberechnung nach DIN EN 12831.
Heizleistung berechnen: die Schritte für jeden Raum
Heizleistung berechnen Formel: Heizleistung in W = Fläche in m² × W/m² × (Höhe ÷ 2,5)
- Fläche messen. Länge mal Breite ergibt die Fläche. Ein Raum mit 5 m × 4 m hat 20 m².
- Höhe messen. Messen Sie von Boden bis Decke. Bei 2,5 m ist der Faktor 1.
- Gebäudezustand wählen. Nehmen Sie den Richtwert aus der Tabelle unten.
- Rechnen. Fläche × Richtwert × Höhenfaktor ergibt die Leistung in Watt.
- In kW umrechnen. Teilen Sie die Watt durch 1.000. Aus 1.400 W werden 1,4 kW.
Ein Beispiel mit allen Zahlen: 20 m² × 70 W/m² × (2,5 ÷ 2,5) = 1.400 W. Das sind 1,4 kW.
Richtwerte für den Heizbedarf
Der Wert pro Quadratmeter hängt vor allem von der Dämmung ab. Je besser das Haus gedämmt ist, desto weniger Leistung brauchen Sie.
| Gebäude | Richtwert in W/m² |
|---|---|
| Neubau, gut gedämmt | etwa 50 |
| Baujahr ab 1995 | etwa 70 |
| Altbau teilsaniert | etwa 100 |
| Altbau unsaniert | etwa 130 |
Das sind grobe Richtwerte für eine Raumhöhe von 2,5 m. Je nach Lage des Raums, Fensterfläche und Außenwänden kann der echte Bedarf deutlich abweichen, bei sehr gut gedämmten Neubauten auch unter 50 W/m². Räume mit 3 m Höhe brauchen anteilig mehr, im Rechner mit dem Faktor 3 ÷ 2,5 = 1,2.
Ein Raum im Erdgeschoss mit Nordlage hat meist weniger Verlust als ein Eckzimmer unter dem Dach. Die Tabelle nimmt darauf keine Rücksicht. Bei Zweifeln wählen Sie die nächsthöhere Stufe und prüfen die Auswahl mit dem Fachbetrieb.
Heizleistung für Raum berechnen: drei Räume im Vergleich
Jeder Raum bekommt seine eigene Rechnung. Addieren Sie am Ende die Werte, wenn Sie die Gesamtleistung für eine Wohnung wissen wollen.
- Küche, 3 m × 4 m, Baujahr ab 1995, 2,5 m hoch: 12 m² × 70 W/m² = 840 W
- Wohnzimmer, 6 m × 4,5 m, Altbau teilsaniert, 2,5 m hoch: 27 m² × 100 W/m² = 2.700 W
- Bad, 2,5 m × 2 m, Altbau unsaniert, 2,5 m hoch: 5 m² × 130 W/m² = 650 W
Zusammen ergeben die drei Räume 840 + 2.700 + 650 = 4.190 W, also 4,19 kW. Das ist die Summe der Räume, nicht die Leistung eines einzelnen Geräts. Der Wärmeerzeuger muss diese Summe abdecken, und zwar nach einer genauen Heizlastberechnung und nicht nach der Schätzung.
Heizleistung Heizkörper berechnen: Richtwerte pro Raum
Ein Heizkörper muss die Leistung des Raums abgeben. Die Hersteller geben die Leistung meist nach DIN EN 442 an, bei 75 °C Vorlauf, 65 °C Rücklauf und 20 °C Raumtemperatur.
Beispiel: Ein Bad mit 2,5 m × 2 m braucht im Altbau teilsaniert 5 m² × 100 W/m² = 500 W. Ein Heizkörper mit 600 W Nennleistung deckt das ab. Ein Schlafzimmer mit 14 m² im Baujahr ab 1995 braucht 14 × 70 = 980 W, also einen Heizkörper mit mindestens 1.000 W.
Bei Heizkörpern mit anderer Vorlauftemperatur, etwa bei einer Wärmepumpe mit 35 °C, sinkt die Leistung deutlich. Dann rechnen Sie mit dem Korrekturfaktor des Herstellers.
Rechenbeispiele
Wohnzimmer, Baujahr ab 1995: 5 m × 4 m, 2,5 m hoch
- Fläche: 5 × 4 = 20 m²
- Heizleistung: 20 × 70 = 1.400 W
- Das sind 1,4 kW oder 4.777 BTU/h
Wohnzimmer im teilsanierten Altbau: 6 m × 5 m, 2,75 m hoch
- Fläche: 6 × 5 = 30 m²
- Grundwert: 30 × 100 = 3.000 W
- Höhenfaktor: 2,75 ÷ 2,5 = 1,1, also 3.000 × 1,1 = 3.300 W
Schlafzimmer, Neubau gut gedämmt: 3,5 m × 4 m, 2,5 m hoch
- Fläche: 3,5 × 4 = 14 m²
- Heizleistung: 14 × 50 = 700 W
- Das sind 0,7 kW oder rund 2.388 BTU/h
Kühllast für ein Zimmer mit 20 m²
- Richtwert 80 W/m²: 20 × 80 = 1.600 W
- Das sind 1,6 kW oder rund 5.459 BTU/h
- Ein Gerät mit 7.000 BTU/h hätte Reserve
BTU in Watt umrechnen
Klimageräte und Heizgeräte aus dem Ausland nennen ihre Leistung oft in BTU pro Stunde. Die Umrechnung ist einfach:
- 1 W = 3,412 BTU/h
- 1 kW = 3.412 BTU/h
- 9.000 BTU/h sind rund 2,6 kW (9.000 ÷ 3.412 ≈ 2.638 W)
- 12.000 BTU/h sind rund 3,5 kW (12.000 ÷ 3.412 ≈ 3.517 W)
Rückwärts gilt: Watt × 3,412 ergibt BTU/h. 1.600 W × 3,412 = 5.459 BTU/h.
Wichtig: Die Angabe nennt meist die Kühlleistung. Die Heizleistung eines Splitgeräts im Heizbetrieb kann davon abweichen, steht aber im Datenblatt.
Heizlast und Heizleistung: der Unterschied
Die Heizlast ist der Bedarf des Raums. Sie berechnet der Fachbetrieb nach DIN EN 12831 und berücksichtigt Wände, Fenster, Lüftung und Außentemperatur. Die Heizleistung ist das Gerät. Sie muss die Heizlast mindestens decken.
Der Rechner hier liefert die Heizleistung als Schätzung. Die genaue Heizlast für das ganze Haus finden Sie mit dem Rechner Heizlast berechnen. Wo die Wärme entweicht, zeigt der Transmissionswärmeverlust.
Für eine Wärmepumpe lohnt der Blick auf die Kosten. Was Anlage und Betrieb kosten, erklärt der Ratgeber Wärmepumpe Kosten.
Kühllast richtig einschätzen
Die Kühllast hängt weniger von der Dämmung ab als von der Sonne. Ein Zimmer mit großer Südfenster-Fläche oder unter dem Dach braucht deutlich mehr Leistung als ein schattiges Zimmer im Erdgeschoss. Auch Geräte, Beleuchtung und Personen geben Wärme ab. Der Standardwert von 80 W/m² im Rechner passt für ein normales Zimmer. Für ein Dachgeschoss mit viel Sonne erhöhen Sie ihn, zum Beispiel auf 100 oder 120 W/m².
Die Installation eines Split-Klimageräts mit Kältemittelkreis gehört in die Hand eines zertifizierten Fachbetriebs. Mehr zur passenden Gerätegröße finden Sie beim Rechner Klimaanlage Größe berechnen. Die Leistung pro Quadratmeter erklärt der Ratgeber Klimaanlage kW pro m2.
Tipps und häufige Fehler
- Raumhöhe nicht vergessen. Höhere Räume haben mehr Luftvolumen und brauchen mehr Leistung.
- Nicht zu groß wählen. Ein überdimensioniertes Klimagerät schaltet ständig ein und aus und entfeuchtet schlecht.
- Richtwert nicht mit Heizlast verwechseln. Für eine neue Heizung brauchen Sie die genaue Heizlast des ganzen Hauses.
- Fenster und Außenwände vergessen. Große Fenster und ungedämmte Wände verändern den Bedarf stärker als die Fläche allein.
- Nur die Nennleistung vergleichen. Die Angabe am Heizkörper gilt bei 75 °C Vorlauf, 65 °C Rücklauf und 20 °C Raumtemperatur. Bei niedrigerer Vorlauftemperatur gibt er weniger Leistung ab.
- Dämmung zuerst. Eine bessere Dämmung senkt den Bedarf dauerhaft. Mengen und Kosten klärt der Rechner Dämmung berechnen.
Häufige Fragen
Wie berechne ich die Heizleistung für einen Raum?
Multiplizieren Sie die Raumfläche mit dem Richtwert für Ihr Gebäude. Ein Zimmer mit 5 m × 4 m hat 20 m². Bei 70 W/m² (Baujahr ab 1995) ergibt das 20 × 70 = 1.400 W. Bei Räumen mit mehr als 2,5 m Höhe rechnen Sie anteilig mehr.
Wie rechne ich BTU in Watt um?
Ein Watt entspricht 3,412 BTU pro Stunde. Ein Klimagerät mit 12.000 BTU/h leistet also 12.000 ÷ 3,412 ≈ 3.517 W, das sind rund 3,5 kW. In die andere Richtung gilt: Watt × 3,412 = BTU/h.
Wie viel BTU braucht eine Klimaanlage für 20 m²?
Bei einem Richtwert von 80 W/m² Kühllast kommen Sie auf 20 × 80 = 1.600 W, das sind rund 5.459 BTU/h. Viel Sonne durch große Fenster, ein Dachgeschoss oder zusätzliche Wärmequellen erhöhen den Bedarf. Dann wählen Sie ein stärkeres Gerät.
Ist die Heizleistung dasselbe wie die Heizlast?
Nicht ganz. Die Heizlast ist der Wärmebedarf, den ein Raum oder Haus an einem sehr kalten Tag hat. Die Heizleistung ist das, was Heizkörper oder Wärmeerzeuger tatsächlich abgeben können. Die Heizleistung soll mindestens die Heizlast decken.
Ersetzt dieser Rechner eine Heizlastberechnung vom Fachbetrieb?
Nein. Er liefert eine Schätzung mit Richtwerten pro Quadratmeter. Für eine neue Heizung oder eine Wärmepumpe brauchen Sie eine genaue raumweise Heizlastberechnung vom Fachbetrieb, die Bauteile, Fenster und Lüftung einzeln erfasst.
Alle Ergebnisse sind Schätzungen. Mengen und Preise vor dem Kauf mit dem Händler oder Fachbetrieb abgleichen.