Transmissionswärmeverlust berechnen – Wärmeverlust Rechner

Transmissionswärmeverlust: U-Wert × Fläche × Temperaturdifferenz. 126,5 W/K bei 32 K ergeben 4.048 W. Rechner für Wand, Fenster, Dach und Boden.

Transmissionswärmeverlust4.048 W
Transmissionswärmeverlust in kW4,05 kW
Wärmedurchgang H_T126,5 W/K
Temperaturdifferenz32 K
Anteil der Fenster am Verlust26 %

Der Transmissionswärmeverlust ist die Wärme, die durch Wände, Fenster, Dach und Boden nach außen fließt. Sie berechnen ihn mit Q = Σ (U × A) × ΔT, also U-Wert mal Fläche, alles zusammengezählt, mal Temperaturunterschied.

Das Wichtigste in Kürze

  • Jedes Bauteil zählt mit U-Wert mal Fläche. Die Summe heißt H_T in W/K.
  • Beispielhaus: 126,5 W/K, bei 20 °C innen und −12 °C außen also 126,5 × 32 = 4.048 W.
  • Ein kleiner U-Wert bedeutet gute Dämmung. Eine Dämmung auf 0,25 spart bei 40 m² Wand etwa 1.472 W.
  • Die Fenster machen im Beispiel nur 8 Prozent der Hülle aus, verlieren aber rund 26 Prozent der Wärme.
  • Die Heizlast kommt zusätzlich mit der Lüftung dazu.

Transmissionswärmeverlust berechnen

Den Transmissionswärmeverlust berechnen Sie für das ganze Haus in drei Schritten. Erst jede Fläche, dann jeder U-Wert, dann die Temperatur. Ein Beispielhaus hat zusammen 126,5 W/K Wärmedurchgang. Bei 20 °C innen und −12 °C außen ist ΔT = 32 K. Der Verlust beträgt 126,5 × 32 = 4.048 W, also rund 4,05 kW.

Der Rechner unten macht genau diese Schritte. Sie geben vier Flächen und vier U-Werte ein, dazu zwei Temperaturen.

Transmissionswärmeverlust Formel im Detail

Transmissionswärmeverlust Formel: Q = Σ (U × A) × ΔT

  • U ist der U-Wert eines Bauteils in W/m²K. Er zeigt, wie viel Wärme pro Quadratmeter und Kelvin durch das Bauteil geht.
  • A ist die Fläche dieses Bauteils in m².
  • Σ bedeutet: alle Bauteile zusammenzählen. Das Ergebnis heißt H_T in W/K.
  • ΔT ist der Temperaturunterschied zwischen innen und außen in Kelvin.

Ein Kelvin entspricht einem Grad Celsius Unterschied. 20 °C innen und −12 °C außen ergeben also 32 K.

Spezifischer Transmissionswärmeverlust: H’_T = H_T ÷ A_Hülle, mit der gesamten Hüllfläche des Gebäudes. Die Einheit ist W/m²K. Dieser Wert vergleicht Gebäude unterschiedlicher Größe. Er zeigt, wie gut die Hülle im Verhältnis zur Fläche ist.

Berechnung Transmissionswärmeverlust: Das Ergebnis in Watt gilt für eine bestimmte Außentemperatur. Ändert sich die Temperatur, ändert sich der Verlust linear mit ΔT.

Transmissionswärmeverlust Einheit: Der Wert H_T steht in W/K. Die Verlustleistung Q steht in Watt. Eine Angabe in Kilowatt teilen Sie durch 1.000.

So gehen Sie vor

  1. Messen Sie die Flächen von Außenwand, Fenstern, Dach und Boden in m².
  2. Tragen Sie die U-Werte ein, aus Bauunterlagen oder aus der Tabelle unten.
  3. Wählen Sie Innen- und Außentemperatur.
  4. Der Rechner zeigt H_T, den Verlust in Watt und den Anteil der Fenster.

Für die Fläche der Außenwand ziehen Sie die Fensterfläche ab. Die Wand als Ganzes rechnet ohne Fenster, die Fenster rechnen mit ihrem eigenen U-Wert. Die Fläche des Dachs entspricht bei einem Steildach ungefähr der Grundfläche des Gebäudes, geteilt durch den Kosinus der Dachneigung. Bei einer Geschossdecke zum unbeheizten Dachboden zählt die Decke, nicht das Dach.

Transmissionswärmeverlust Tabelle: Typische U-Werte

Bauteil U-Wert in W/m²K
Außenwand ungedämmt, älteres Mauerwerk etwa 1,0 bis 1,6
Außenwand mit Dämmung etwa 0,2 bis 0,35
Fenster, Zweifach-Wärmeschutzverglasung etwa 1,1 bis 1,6
Fenster, ältere Isolierverglasung etwa 2,5 bis 3,0
Fenster, Dreifachverglasung etwa 0,7 bis 1,0
Dach mit Zwischensparrendämmung etwa 0,2 bis 0,3
Kellerdecke ungedämmt etwa 0,8 bis 1,2

Das sind Richtwerte. Der genaue Wert steht im Energieausweis oder in den Bauunterlagen. Fehlen die Unterlagen, hilft ein Energieberater mit einer Bestandsaufnahme.

Rechenbeispiele

Beispielhaus mit Standardwerten

Bauteil Fläche U-Wert U × A
Außenwand 120 m² 0,35 42 W/K
Fenster 25 m² 1,3 32,5 W/K
Dach 80 m² 0,25 20 W/K
Boden 80 m² 0,4 32 W/K
  • Summe H_T: 42 + 32,5 + 20 + 32 = 126,5 W/K
  • Temperaturdifferenz: 20 − (−12) = 32 K
  • Verlust: 126,5 × 32 = 4.048 W
  • Anteil der Fenster: 32,5 ÷ 126,5 ≈ 26 %
  • Hüllfläche ohne Fenster: 120 + 80 + 80 = 280 m², mit Fenstern 305 m²
  • Anteil der Fenster an der Hülle: 25 ÷ 305 ≈ 8 %

Eine Wand dämmen: 40 m² Außenwand

  • Vorher mit U = 1,4: 40 × 1,4 = 56 W/K, mal 32 K sind 1.792 W
  • Nachher mit U = 0,25: 40 × 0,25 = 10 W/K, mal 32 K sind 320 W
  • Ersparnis: 1.792 − 320 = 1.472 W

Fenster tauschen: 25 m² Fenster

  • Vorher mit U = 2,8 (alte Isolierverglasung): 25 × 2,8 = 70 W/K
  • Nachher mit U = 1,0 (Dreifachverglasung): 25 × 1,0 = 25 W/K
  • Verlust vorher: 70 × 32 = 2.240 W, nachher: 25 × 32 = 800 W
  • Ersparnis: 1.440 W

Der Vergleich zeigt: Bei Fenstern ist der Hebel groß, weil ihr U-Wert hoch ist. Pro Quadratmeter bringen sie viel, kosten aber auch viel.

Was die Zahl bedeutet

Der Wert in Watt zeigt, welche Leistung Ihre Heizung an einem sehr kalten Tag für die Verluste durch die Hülle abgeben muss. Der Wert in W/K ist vom Wetter unabhängig. Er zeigt, wie gut die Gebäudehülle ist: Je kleiner H_T, desto besser. Mit dem Wert können Sie vor und nach einer Sanierung vergleichen.

Eine Heizung muss die Verluste genau dann ausgleichen, wenn es draußen am kältesten ist. Deshalb rechnet man mit einer tiefen Außentemperatur. Im Alltag ist der Verlust meist kleiner.

Wo sparen Sie am meisten

  • Große Flächen mit schlechtem U-Wert zuerst. Dach oder oberste Geschossdecke sind oft die günstigste Maßnahme.
  • Fenster vergleichen. Pro Quadratmeter bringen sie viel, kosten aber auch viel.
  • Kellerdecke. Eine Dämmung von unten ist oft einfach und günstig.

Die Kosten für eine Dämmung des Dachbodens zeigt der Ratgeber Dachboden dämmen Kosten. Für neue Fenster hilft der Ratgeber Neue Fenster Kosten.

Was der Rechner nicht erfasst

Der Rechner arbeitet vereinfacht. Drei Punkte fehlen:

  • Lüftungswärmeverlust: Die Wärme, die mit der Frischluft entweicht, kommt zur Heizlast hinzu.
  • Wärmebrücken: Ecken, Balkonplatten und Anschlüsse verlieren mehr Wärme als die glatte Fläche.
  • Erdreich: Gegen Erdreich oder einen unbeheizten Keller ist der Temperaturunterschied kleiner als gegen die Außenluft. Der Rechner setzt den Boden deshalb eher zu hoch an.

Für die Auslegung einer Heizung rechnet ein Fachbetrieb oder Energieberater mit der Norm DIN EN 12831. Dabei zählen Korrekturfaktoren und die Normaußentemperatur Ihres Orts.

Wie viel Heizleistung am Ende nötig ist, zeigt der Rechner Heizlast berechnen. Für einzelne Räume hilft Heizleistung berechnen. Ob sich danach eine Wärmepumpe lohnt, klärt der Vergleich Wärmepumpe oder Gasheizung.

Häufige Fehler

  • Falsche Temperaturdifferenz. Wer 20 °C innen und 0 °C außen ansetzt, unterschätzt den Spitzenbedarf.
  • Fensterfläche zur Wandfläche addieren. Ziehen Sie die Fenster von der Wandfläche ab, sonst rechnen Sie sie doppelt.
  • U-Wert und Fläche verwechseln. Der Rechner erwartet Quadratmeter und W/m²K.
  • Nur den Transmissionsverlust sehen. Die Lüftung kommt zur Heizlast hinzu.
  • Alte Fenster unterschätzen. Eine Isolierverglasung aus den 1980er Jahren hat oft einen U-Wert von 2,5 bis 3,0. Der Unterschied zu neuem Glas ist groß.

Häufige Fragen

Was ist der Transmissionswärmeverlust?

Er ist die Wärme, die durch Wände, Fenster, Dach und Boden nach außen fließt. Im Beispielhaus sind es 4.048 W bei 32 K Temperaturunterschied. Er hängt von Dämmung, Fläche und Temperatur ab.

Wie berechnet man den Transmissionswärmeverlust?

Multiplizieren Sie für jedes Bauteil die Fläche mit dem U-Wert, addieren Sie alles zum Wärmedurchgang H_T in W/K und multiplizieren Sie mit der Temperaturdifferenz. Beispiel: 126,5 W/K × 32 K = 4.048 W.

Welche U-Werte sind typisch für Fenster und Wände?

Eine ungedämmte Außenwand liegt oft bei 1,0 bis 1,6 W/m²K, eine gedämmte bei 0,2 bis 0,35. Zweifach-Wärmeschutzglas hat etwa 1,1 bis 1,6, Dreifachverglasung etwa 0,7 bis 1,0. Den genauen Wert steht im Energieausweis.

Wo spart man am meisten Wärme?

Am meisten bringt die Verbesserung der Bauteile mit großer Fläche und hohem U-Wert. Im Beispiel verliert die Außenwand mit 42 W/K am meisten. Die Fenster bringen 32,5 W/K auf nur 25 m², also viel Verlust auf wenig Fläche.

Warum rechnet man mit minus 12 Grad?

Für die Heizlast wählt man eine sehr kalte Außentemperatur, die nur an wenigen Tagen im Jahr erreicht wird. Der Rechner nimmt minus 12 °C als Beispiel. Die genaue Normaußentemperatur hängt vom Ort ab.

Ist der Transmissionswärmeverlust die gesamte Heizlast?

Nein. Zur Heizlast gehört auch der Lüftungswärmeverlust, also die Wärme, die mit der Frischluft entweicht. Der Rechner zeigt nur den Verlust durch die Bauteile und rechnet den Boden vereinfacht ohne Temperaturkorrektur.

Alle Ergebnisse sind Schätzungen. Mengen und Preise vor dem Kauf mit dem Händler oder Fachbetrieb abgleichen.