Holzterrasse Kosten: Was eine Terrasse pro m² kostet

Von Vinay S · Aktualisiert am 17. Oktober 2026

Eine Holzterrasse zwischen grünen Bäumen und Laub
Foto: fr0ggy5 auf Unsplash

Holzterrasse kosten 2026: Als Richtwert liegt das Material bei etwa 70 bis 150 € pro m². Lassen Sie die Terrasse von einem Fachbetrieb bauen, liegt der Gesamtpreis häufig bei 150 bis 300 € pro m².

Dieser Ratgeber zeigt, woraus sich der Preis zusammensetzt, und rechnet ein Beispiel mit 20 m² durch.

Das Wichtigste in Kürze

  • Material für eine Holzterrasse: etwa 70 bis 150 € pro m² (Richtwerte 2026).
  • Mit Fachbetrieb: etwa 150 bis 300 € pro m², für 20 m² also 3.000 bis 6.000 €.
  • Selbstbau: für 20 m² etwa 1.400 bis 3.000 € Material, ohne Arbeitslohn.
  • Die Holzart macht den größten Unterschied bei den Dielen. Kiefer ist am günstigsten.
  • Fundament, Unterbau und Entsorgung des alten Belags kommen oft obendrauf.

Holzterrasse kosten: Woraus sich der Preis zusammensetzt

Eine Terrasse besteht aus vier Teilen: Dielen, Unterkonstruktion, Fundament und Befestigung. Dazu kommt bei einem Fachbetrieb die Arbeit. Die Tabelle zeigt die Richtwerte 2026 je m².

Posten Richtwert 2026
Terrassendielen 35 bis 90 € pro m²
Unterkonstruktion 10 bis 25 € pro m²
Fundament und Unterbau 15 bis 40 € pro m²
Schrauben, Zubehör 3 bis 8 € pro m²
Arbeit durch Fachbetrieb 60 bis 150 € pro m²

Die Materialposten ergeben zusammen etwa 65 bis 165 € pro m². Der Richtwert von 70 bis 150 € ist deshalb als grobe Mitte zu lesen. Der Posten Arbeit entfällt beim Selbstbau.

Holzart und Preis

Die Holzart bestimmt einen großen Teil der Dielenkosten. Die Richtwerte gelten nur für die Dielen selbst, ohne Unterbau.

Holzart Richtwert Dielen 2026
Druckimprägniertes Kiefernholz 35 bis 50 € pro m²
Douglasie 45 bis 70 € pro m²
Lärche 55 bis 90 € pro m²
Thermoholz 70 bis 90 € pro m²
  • Druckimprägnierte Kiefer. Meist die günstigste Wahl. Sie braucht Pflege und hält oft kürzer.
  • Lärche und Douglasie. Mittlere Preisklasse, von Natur aus recht witterungsfest.
  • Thermoholz. Wärmebehandeltes Holz, teurer, formstabil.
  • Tropenholz. Sehr dauerhaft, aber teuer. Prüfen Sie die Herkunft und den Nachweis.
  • WPC. Ein Verbundwerkstoff aus Holzfasern und Kunststoff. Die Anschaffung ist teurer, die Pflege geringer. Mehr dazu im Vergleich WPC oder Holz Terrasse und im WPC Terrasse Kosten Rechner.

Der Preis hängt auch von Sortierung, Breite und Länge der Dielen ab. Lange Dielen kosten pro Meter oft weniger, verursachen aber mehr Transportaufwand.

Rechenbeispiel: 20 m² Terrasse

Diese Rechnung zeigt die Kosten für 20 qm Holzterrasse Schritt für Schritt. Eine Terrasse von 5 m × 4 m, mit 145 mm breiten und 5 m langen Dielen aus Lärche. Die Dielen laufen über die 5 m Länge, die Unterkonstruktion läuft quer dazu.

  • Fläche: 5 × 4 = 20 m²
  • Dielen: 4 m ÷ 0,145 m ≈ 27 Reihen, mit 10 % Zuschlag 30 Dielen à 5 m
  • Dielenfläche: 30 × 5 × 0,145 = 21,75 m²
  • Dielenkosten bei 55 € je m²: 21,75 × 55 ≈ 1.196 €
  • Unterkonstruktion: 11 Hölzer à 4 m, zusammen 44 m, bei etwa 4 € je m ≈ 176 €
  • Schrauben und Clips: etwa 50 €
  • Fundament und Zubehör: etwa 400 €
  • Summe Material: 1.196 + 176 + 50 + 400 ≈ 1.822 €, also rund 90 € pro m²

Das Ergebnis liegt im Mittelfeld der Richtwerte. Die genauen Mengen berechnet der Terrassendielen Anzahl Rechner. Die Stückzahl der Unterkonstruktion hängt vom Balkenabstand ab, den der Ratgeber zur Unterkonstruktion Terrasse erklärt.

Kosten nach Fläche: 10, 20 und 30 m²

Die Richtwerte lassen sich einfach hochrechnen. Multiplizieren Sie die Fläche mit dem Preis je m².

Fläche Material (70 bis 150 € pro m²) Mit Fachbetrieb (150 bis 300 € pro m²)
10 m² 700 bis 1.500 € 1.500 bis 3.000 €
20 m² 1.400 bis 3.000 € 3.000 bis 6.000 €
30 m² 2.100 bis 4.500 € 4.500 bis 9.000 €

Die Spanne ist bewusst breit. Eine kleine Fläche mit einfacher Form kostet pro m² oft mehr, weil die Anfahrt und das Werkzeug sich auf weniger Fläche verteilen.

Schritt für Schritt: Ihre Kosten selbst berechnen

  1. Fläche messen. Länge mal Breite in Metern. Beispiel: 6 m × 3,5 m = 21 m².
  2. Dielen zählen. Teilen Sie die Breite durch die Dielenbreite und runden Sie auf. Beispiel: 3,5 m ÷ 0,145 m ≈ 24 Reihen.
  3. Dielenfläche mit Zuschlag. Dielenfläche mal 1,1 für Verschnitt. Beispiel: 21 m² × 1,1 = 23,1 m².
  4. Dielen bepreisen. Dielenfläche mal Preis je m². Beispiel: 23,1 × 50 € = 1.155 €.
  5. Unterbau bepreisen. Fläche mal 10 bis 25 € pro m². Beispiel: 21 × 15 € = 315 €.
  6. Zubehör und Fundament. Pauschal etwa 3 bis 8 € pro m² für Schrauben und 15 bis 40 € pro m² für den Unterbau.
  7. Arbeit prüfen. Nur bei Fachbetrieb: Fläche mal 60 bis 150 € pro m².

Für das Beispiel ergibt das Material rund 1.155 + 315 + 21 × 5 € Zubehör = 1.575 €, also etwa 75 € pro m². Das liegt im unteren Teil der Richtwerte.

Holzterrasse bauen lassen kosten: Was der Fachbetrieb berechnet

Ein Fachbetrieb rechnet Material, Arbeit und Anfahrt. Der Arbeitsanteil liegt laut Richtwerten bei 60 bis 150 € pro m². Wer die Terrasse bauen lässt, erhält den Gesamtpreis meist als Pauschale mit Einzelposten.

Bei 20 m² ergibt das so:

  • Material: 20 × 70 bis 150 € = 1.400 bis 3.000 €
  • Arbeit: 20 × 60 bis 150 € = 1.200 bis 3.000 €
  • Gesamt: 2.600 bis 6.000 €, je nach Holzart und Aufwand

Der Richtwert 3.000 bis 6.000 € für 20 m² setzt einen Gesamtpreis von 150 bis 300 € pro m² voraus. Er liegt in der Mitte der Spanne. Mit einem Angebot können Sie den Vergleich selbst prüfen. Die Gesamtkosten für eine Terrasse bauen lassen finden Sie im Rechner Terrasse bauen Kosten.

Holzterrasse selber bauen kosten: Eigenleistung

Beim Selbstbau entfällt der Arbeitslohn von 60 bis 150 € pro m². Das Material kostet trotzdem etwa 70 bis 150 € pro m².

Dafür brauchen Sie Zeit, eine Kappsäge, einen Akkuschrauber und Werkzeug für das Fundament. Ein Mietgerät kann sich lohnen, wenn Sie das Werkzeug nicht besitzen. Bei 20 m² planen Sie mit mehreren Wochenenden, bei wenig Erfahrung auch mehr.

Die Holzterrasse selber bauen kosten Sie also vor allem Zeit und Werkzeug. Wer sich den Bau nicht zutraut, zahlt den Lohn, bekommt aber eine Gewährleistung vom Betrieb.

Angebot richtig prüfen

Ein Angebot ist nur vergleichbar, wenn alle Posten gleich aufgeführt sind. Achten Sie auf diese Punkte:

  • Einzelposten statt Pauschale. Nur so sehen Sie, was Dielen, Unterbau und Arbeit kosten.
  • Holzart und Maße genau benannt. Dielen mit gleicher Dicke, aber anderer Holzart oder Sortierung sind nicht vergleichbar.
  • Entsorgung enthalten? Der Abtransport des alten Belags wird gern separat berechnet.
  • Gewährleistung und Garantie. Fragen Sie nach Dauer und Umfang.
  • Zahlungsplan. Eine Anzahlung von 30 % bis 50 % ist üblich. Zahlen Sie nicht die ganze Summe vorab.

Pflegekosten über die Jahre

Holz verlangt Pflege, die im Preis oft vergessen wird. Je nach Holzart und Witterung wird geölt oder lasiert, meist im Abstand von einem bis zwei Jahren. Rechnen Sie dafür Material, Zeit und gegebenenfalls einen Gerüst- oder Leiterplatz ein. Druckimprägnierte Kiefer braucht meist mehr Pflege als Lärche, Thermoholz verträgt Pflege oft besser.

Was Angebote teurer macht

  • Fundament. Auf weichem oder abschüssigem Boden braucht die Terrasse mehr Unterbau.
  • Entsorgung. Ein alter Belag muss abgetragen und entsorgt werden.
  • Treppe und Geländer. Beides kostet extra, besonders bei hohen Terrassen.
  • Schwieriger Zugang. Muss das Material weit getragen werden, steigt der Lohn.
  • Diagonale Verlegung. Sie erhöht Verschnitt und Arbeitszeit.
  • Randabschlüsse und Sichtschutz. Auch kleine Posten summieren sich.

So sparen Sie

  • Selber bauen. Sie sparen den Arbeitslohn, brauchen aber Zeit und Werkzeug.
  • Dielenlänge passend wählen. Passt die Länge zur Terrasse, entsteht weniger Verschnitt.
  • Preise vergleichen. Fragen Sie mehrere Baustoffhändler und Sägewerke.
  • An der Unterkonstruktion nicht sparen. Sie bestimmt, wie lange die Terrasse hält.
  • Angebote vergleichen. Lassen Sie sich mindestens drei Angebote mit Einzelposten geben.

Häufige Fehler bei der Kostenplanung

  • Nur die Dielen rechnen. Unterbau, Fundament und Zubehör gehören dazu.
  • Verschnitt vergessen. Planen Sie etwa 10 % Zuschlag ein, bei diagonaler Verlegung mehr.
  • Pflege übersehen. Holz braucht in der Regel regelmäßig Pflege. Das kostet Zeit und Material.
  • Genehmigung nicht klären. Bei einer Überdachung kann eine Baugenehmigung nötig sein.
  • Nur den Preis sehen. Ein günstiges Holz, das früher erneuert werden muss, ist am Ende teurer.
  • Die Unterkonstruktion zu eng oder zu weit setzen. Bei zu großem Abstand federn die Dielen, bei zu kleinem Abstand kostet es unnötig Material.

Diese Zahlen sind Richtwerte und ersetzen kein Angebot. Holen Sie für Ihr Grundstück mehrere Angebote ein.

Häufige Fragen

Was kostet eine Holzterrasse pro Quadratmeter?

Als Richtwert 2026 liegen die Materialkosten oft bei etwa 70 bis 150 € pro m², je nach Holzart und Unterbau. Lassen Sie die Terrasse bauen, kommen Arbeitslohn und Vorarbeiten hinzu. Dann sind es häufig etwa 150 bis 300 € pro m². Die Preise sind regional unterschiedlich.

Was kostet eine 20 m² große Holzterrasse?

Als Richtwert rechnen Sie bei Selbstbau mit etwa 1.400 bis 3.000 € Material, bei Bau durch einen Fachbetrieb mit etwa 3.000 bis 6.000 €. Die Spanne hängt von Holzart, Fundament und Aufwand ab. Holen Sie mehrere Angebote ein.

Ist eine Holzterrasse selber bauen günstiger?

Ja, Sie sparen den Arbeitslohn, der bei einem Fachbetrieb rund 60 bis 150 € pro m² ausmacht. Dafür brauchen Sie Zeit, Werkzeug und etwas handwerkliches Geschick. Material bleibt in beiden Fällen gleich teuer.

Welche Holzart ist für die Terrasse am günstigsten?

Druckimprägnierte Kiefer ist meist am günstigsten, hält aber kürzer. Lärche und Douglasie liegen in der Mitte, Thermoholz ist teurer. Den Preis bestimmen auch Sortierung und Breite der Dielen.

Was ist beim Terrassenbau teurer, als man denkt?

Oft sind es Fundament, Unterbau, Entsorgung des alten Belags und der Stundenlohn bei schwierigem Gelände. Auch Treppen, Geländer und Randabschlüsse kosten extra. Fragen Sie im Angebot nach diesen Posten.

Wie spare ich bei den Kosten für die Terrasse?

Selber bauen spart den Lohn. Planen Sie die Dielenlängen so, dass wenig Verschnitt entsteht, und vergleichen Sie Preise mehrerer Händler. Sparen Sie nicht an der Unterkonstruktion, denn sie bestimmt die Haltbarkeit.