Poolpumpe Größe berechnen – Förderstrom in m³/h
Poolpumpe Größe berechnen Sie mit Beckenvolumen ÷ Umwälzzeit: 30 m³ in 8 Stunden brauchen mindestens 3,75 m³/h, das sind 62,5 Liter pro Minute.
Poolpumpe Größe berechnen Sie mit der Formel Mindest-Förderstrom = Beckenvolumen ÷ Umwälzzeit. Ein Pool mit 30 m³ soll sein Wasser in 8 Stunden einmal komplett durch den Filter schicken. Das ergibt 30 ÷ 8 = 3,75 m³/h. Das sind 62,5 Liter pro Minute.
Der Rechner oben nimmt das Volumen in m³ und die Umwälzzeit in Stunden. Er zeigt den Förderstrom, die Umwälzungen pro Tag und die Stromkosten der Pumpe. Das Volumen Ihres Beckens berechnen Sie vorher mit Pool Volumen berechnen.
Das Wichtigste in Kürze
- Formel: Beckenvolumen in m³ geteilt durch die Umwälzzeit in Stunden.
- 30 m³ in 8 Stunden ergeben mindestens 3,75 m³/h, also 62,5 l/min.
- Bei 8 Stunden Laufzeit wird das Wasser 3-mal am Tag umgewälzt.
- 450 W, 150 Tage à 8 Stunden: 540 kWh, rund 189 € im Jahr bei 0,35 € je kWh.
Poolpumpe Größe berechnen in einem Schritt
Das Beckenvolumen in m³ finden Sie, indem Sie Länge, Breite und Wassertiefe in Metern malnehmen. Teilen Sie dann die Zahl durch die gewünschte Umwälzzeit. Das Ergebnis ist die Wassermenge, die die Pumpe pro Stunde durch den Filter fördern muss.
Die Umwälzzeit ist die Zeit, in der das ganze Wasser einmal durch die Anlage läuft. Kürzere Zeiten brauchen eine größere Pumpe. Längere Zeiten kommen mit einer kleineren Pumpe aus.
Was der Wert bedeutet
Der Mindest-Förderstrom ist eine Untergrenze. Er nennt keine Pumpe, die Sie kaufen sollen. Eine Pumpe schafft ihre Nennleistung nur, wenn ihr nichts im Weg steht. In einer echten Anlage bremsen Rohre, Bögen, Filter und eine Heizung den Strom.
Fragen Sie deshalb beim Kauf: Liefert die Pumpe bei dem Druck in meiner Anlage noch mindestens 3,75 m³/h? Die Antwort steht in der Kennlinie des Herstellers.
Rechenbeispiele
Standardpool: 30 m³, Umwälzzeit 8 Stunden
- Förderstrom: 30 ÷ 8 = 3,75 m³/h
- In Litern pro Minute: 3.750 ÷ 60 = 62,5 l/min
- Umwälzungen pro Tag: 24 ÷ 8 = 3
Kleiner Pool: 20 m³, Umwälzzeit 6 Stunden
- Förderstrom: 20 ÷ 6 = 3,33 m³/h
- In Litern pro Minute: 3.333 ÷ 60 = 55,6 l/min
- Umwälzungen pro Tag: 24 ÷ 6 = 4
Großer Pool: 50 m³, Umwälzzeit 10 Stunden
- Förderstrom: 50 ÷ 10 = 5 m³/h
- In Litern pro Minute: 5.000 ÷ 60 = 83,3 l/min
- Umwälzungen pro Tag: 24 ÷ 10 = 2,4
Umwälzzeit und Förderstrom im Vergleich
Alle Werte für einen Pool mit 30 m³.
| Umwälzzeit | Mindest-Förderstrom | Umwälzungen pro Tag |
|---|---|---|
| 4 Stunden | 7,5 m³/h | 6 |
| 6 Stunden | 5 m³/h | 4 |
| 8 Stunden | 3,75 m³/h | 3 |
| 10 Stunden | 3 m³/h | 2,4 |
| 12 Stunden | 2,5 m³/h | 2 |
Halbieren Sie die Umwälzzeit, brauchen Sie den doppelten Förderstrom. Das gilt auch für den Stromverbrauch pro Stunde, der mit der Drehzahl überproportional steigt.
Wie lange Poolpumpe laufen lassen: die Faustregel
Die Frage nach der Laufzeit hängt vor allem von der Wassertemperatur ab. Viele Betreiber nutzen die Faustregel: Wassertemperatur in Grad geteilt durch 3 ergibt die Stunden pro Tag.
- Bei 15 °C: 15 ÷ 3 = 5 Stunden
- Bei 24 °C: 24 ÷ 3 = 8 Stunden
- Bei 30 °C: 30 ÷ 3 = 10 Stunden
Mit 8 Stunden Laufzeit wird ein 30-m³-Pool 3-mal am Tag umgewälzt. Bei starker Nutzung, viel Laub oder Hitze darf die Pumpe länger laufen. Ohne genug Umwälzung verteilt sich das Chlor schlechter im Becken, und tote Zonen entstehen.
Pumpe für Pool: Förderstrom und Kennlinie
Eine Pumpe für Pool wählen Sie nach dem Förderstrom in Ihrer Anlage, nicht nach dem Wert auf dem Typenschild. Der Druck im Rohrnetz bestimmt, wie viel Wasser wirklich fließt. Die Kennlinie zeigt diesen Zusammenhang für jedes Modell.
Lesen Sie den Wert für Ihren Druck ab. Liegt er bei 3,75 m³/h oder darüber, passt die Pumpe zu Ihrem Becken. Liegt er darunter, brauchen Sie eine größere Pumpe oder kürzere Rohrwege.
Welche Pumpe für Pool passt
Eine passende Pumpe erfüllt drei Bedingungen. Erstens liefert sie den Mindest-Förderstrom bei Ihrem Druck. Zweitens passt sie zum Filter. Drittens bleibt sie im Stromverbrauch angemessen.
Eine drehzahlgeregelte Pumpe lässt sich auf den nötigen Förderstrom einstellen. So fördern Sie 3,75 m³/h oft mit weniger Strom als eine feste Pumpe, die immer auf voller Leistung läuft.
Eine zu große Pumpe ist kein Vorteil. Sie überlastet den Sandfilter und verbraucht unnötig Strom. Wählen Sie lieber eine Pumpe, deren Kennlinie den Mindestwert bei Ihrem Druck sicher überschreitet.
Saisonstart: die Pumpe in drei Schritten einstellen
Im Frühjahr, wenn das Becken frisch gefüllt ist, starten Sie die Anlage in drei Schritten.
- Volumen prüfen. Messen Sie Länge, Breite und Tiefe und rechnen Sie das Volumen in m³ aus. Bei 8 × 4 m und 1,5 m Tiefe sind es 48 m³.
- Laufzeit einstellen. Wählen Sie die Stunden nach der Wassertemperatur. Bei 24 °C sind es 8 Stunden, also 3 Umwälzungen am Tag.
- Druck beobachten. Prüfen Sie nach einigen Tagen den Druckmesser am Filter. Steigt der Druck deutlich über den Wert im Betrieb, ist der Filter zugesetzt und muss rückgespült werden.
Ein Beispiel für Schritt 1: 8 m × 4 m × 1,5 m = 48 m³. In 8 Stunden braucht die Pumpe 48 ÷ 8 = 6 m³/h. Dann braucht die Pumpe mindestens 6 m³/h. Das ist deutlich mehr als die 3,75 m³/h aus dem Standardbeispiel mit 30 m³, weil das Becken größer ist und die Umwälzzeit gleich bleibt.
Pumpe und Filter müssen zusammenpassen
Jeder Sandfilter hat einen maximalen Durchfluss. Er hängt von der Filterfläche ab. Ein Filterkessel mit 500 mm Durchmesser hat 3,14 × 0,25 × 0,25 = 0,196 m² Fläche und schafft bei 30 m/h Filtergeschwindigkeit etwa 5,9 m³/h. Die Pumpe aus dem Beispiel mit 3,75 m³/h passt dazu. Mehr dazu auf der Seite Quarzsand für den Sandfilter.
Prüfen Sie außerdem Heizung und Dosieranlage. Auch sie haben Grenzen für den Durchfluss, die in der Anleitung stehen.
Stromkosten der Pumpe
Die Pumpe läuft im Sommer fast täglich. Das schlägt sich in der Rechnung nieder.
- Pumpe mit 450 W: 0,45 kW × 8 h × 150 Tage = 540 kWh, bei 0,35 € je kWh rund 189 € im Jahr
- Pumpe mit 200 W: 0,2 kW × 8 h × 150 Tage = 240 kWh, bei 0,35 € je kWh rund 84 € im Jahr
Eine drehzahlgeregelte Pumpe kostet mehr in der Anschaffung. Sie läuft aber mit niedriger Drehzahl, und das spart bei langen Laufzeiten Strom. Strompreise sind Richtwerte 2026 und regional unterschiedlich. Alle Kosten rund ums Becken fasst Pool Kosten zusammen. Die laufenden Kosten im Jahr zeigt der Ratgeber Pool Unterhaltskosten.
Häufige Fehler
- Falsches Volumen. Rechnen Sie mit der Wassertiefe, nicht mit der Wandhöhe.
- Nennleistung statt Anlagenleistung. Die Pumpe liefert in Ihrem Rohrnetz weniger als auf dem Typenschild.
- Filter vergessen. Eine zu starke Pumpe lässt Wasser durch den Sand rauschen, ohne es richtig zu reinigen.
- Vorfilter vergessen. Haare und Laub setzen den Korb zu. Reinigen Sie den Korb regelmäßig, dann bleibt der Durchfluss hoch.
- Zu kurze Laufzeit. Eine kleine Pumpe darf länger laufen. Das Wasser braucht in der Badesaison genug Umwälzung.
Sicherheit
Pumpen am Pool arbeiten mit Netzspannung in Wassernähe. Anschluss, Potentialausgleich und Fehlerstromschutz gehören in die Hand einer Elektrofachkraft. Schalten Sie die Pumpe vor jeder Arbeit am Filter am Sicherungsautomaten ab. Chemikalien dosieren Sie nach Packungsangabe, zum Beispiel mit Pool Chlor Dosierung.
Häufige Fragen
Welche Poolpumpe brauche ich für meinen Pool?
Teilen Sie das Beckenvolumen in m³ durch die gewünschte Umwälzzeit in Stunden. Ein Pool mit 30 m³ und 8 Stunden Umwälzzeit braucht 30 ÷ 8 = 3,75 m³/h. Das ist der Mindest-Förderstrom, den die Pumpe in Ihrer Anlage tatsächlich liefern muss.
Wie lange muss die Poolpumpe am Tag laufen?
Als Faustregel gilt: Wassertemperatur in Grad geteilt durch 3 ergibt die Stunden pro Tag. Bei 24 °C läuft die Pumpe also etwa 8 Stunden, bei einem 30-m³-Pool sind das 3 Umwälzungen. Die Herstellerangaben und die Wasserwerte haben Vorrang.
Wie viel Förderstrom braucht eine Poolpumpe?
Der Förderstrom ist die Wassermenge pro Stunde, die die Pumpe in Ihrer Anlage schafft. Für 30 m³ bei 8 Stunden Umwälzung sind mindestens 3,75 m³/h nötig. Die Kennlinie der Pumpe zeigt, wie viel sie bei Ihrem Druck noch fördert.
Passt die Pumpe zum Filter?
Ja, wenn der Förderstrom unter dem höchsten Durchfluss des Filters liegt. Ein Sandfilter mit 500 mm Durchmesser hat 0,196 m² Fläche und schafft bei 30 m/h etwa 5,9 m³/h. Die Pumpe mit 3,75 m³/h passt dazu, eine Pumpe mit 8 m³/h dagegen nicht.
Wie viel Strom braucht eine Poolpumpe?
Eine Pumpe mit 450 W, die an 150 Tagen je 8 Stunden läuft, verbraucht 0,45 × 8 × 150 = 540 kWh. Bei 0,35 € je kWh sind das 189 € im Jahr. Eine sparsame Pumpe mit 200 W kommt auf 240 kWh oder 84 €.
Alle Ergebnisse sind Schätzungen. Mengen und Preise vor dem Kauf mit dem Händler oder Fachbetrieb abgleichen.