Warmwasserspeicher Größe berechnen – Rechner nach Personen

Warmwasserspeicher Größe berechnen: 4 Personen mit je 40 l Bedarf bei 45 °C brauchen etwa 134 l, also einen Speicher mit 150 l. Rechner mit Reserve.

Nötiges Speichervolumen134 l
Nächste Normgröße150 l
Warmwasser am Tag (Mischwasser)160 l
Energie zum Erwärmen pro Tag6,5 kWh

Warmwasserspeicher Größe berechnen Sie aus dem Tagesbedarf und der Speichertemperatur. Zuerst ermitteln Sie den Bedarf, dann rechnen Sie auf die Speichertemperatur um. Vier Personen mit je 40 l bei 45 °C brauchen 160 l Mischwasser. Bei 60 °C im Speicher und 10 °C Kaltwasser sind das 160 × 35 ÷ 50 = 112 l aus dem Speicher.

Dazu kommt eine Reserve. Mit 20 % ergibt das rund 134 l. Gekauft wird die nächste Normgröße, hier 150 l. Der Rechner oben macht alle Schritte mit Ihren eigenen Werten. Eine Suche nach „warmwasserspeicher größe berechnen online“ führt zu Rechnern wie diesem.

Warmwasserspeicher Größe berechnen: die drei Schritte

  1. Bedarf: Personen × Liter je Person bei 45 °C, dazu die Vollbäder.
  2. Umrechnung: Bedarf × (45 − Kaltwasser) ÷ (Speicher − Kaltwasser).
  3. Reserve: 20 % aufschlagen, dann die nächste Normgröße nehmen.

Die Umrechnung ist der Schritt, den viele vergessen. Im Speicher steht heißes Wasser mit 60 °C. Am Hahn mischen Sie es mit kaltem Wasser auf 45 °C. Dafür brauchen Sie 0,7 l heißes Wasser je Liter Mischwasser. Der Rest ist kaltes Wasser: 0,7 × 60 + 0,3 × 10 = 45 °C.

Daraus folgt: 160 l Mischwasser × 0,7 = 112 l Speicherwasser. Der Speicher muss also nicht die volle Menge fassen, die am Hahn ankommt. Mit Reserve braucht die Familie also 134 l Speicherwasser. Ein 150-l-Speicher reicht dafür, ein 120-l-Speicher nicht.

Reserve: Warum 20 % Aufschlag

Der Tagesbedarf schwankt. Am Wochenende kommen Gäste, ein Kind badet, oder ein kalter Tag verlängert das Duschen. Ohne Reserve ist der Speicher am Abend leer, wenn der Bedarf zufällig hoch ist.

Die Reserve von 20 % deckt diese Spitzen ab. Wer selten Gäste hat und genau rechnet, kommt mit 10 % aus. Wer viele Gäste oder eine große Familie hat, nimmt eher 30 %. Der Rechner lässt Sie den Wert ändern.

Warmwasserbedarf pro Person: Richtwerte

Der Bedarf hängt vom Verhalten ab. Die Tabelle zeigt Richtwerte bei 40 bis 45 °C am Auslauf.

Nutzung Warmwasser am Auslauf
Kurze Dusche, 5 Minuten 30 bis 40 l
Vollbad 140 l bei 40 °C
Händewaschen am Waschbecken 2 bis 5 l je Mal

Die Dusche rechnet sich so: 6 bis 8 l pro Minute Durchfluss mal 5 Minuten ergibt 30 bis 40 l. Mit einer Sparbrause liegt der Wert eher am unteren Ende.

Als Planungswert setzen viele Fachbetriebe 30 bis 50 l je Person bei 45 °C an. Der Rechner nutzt 40 l, den Sie ändern können.

Größe Warmwasserspeicher berechnen für 1 bis 5 Personen

Die Tabelle rechnet mit 40 l je Person, ohne Vollbad, bei 60 °C Speicher und 10 °C Kaltwasser.

Personen Bedarf bei 45 °C Speicherwasser mit 20 % Reserve Normgröße
1 40 l 28 l 33,6 l 80 l
2 80 l 56 l 67,2 l 80 l
3 120 l 84 l 100,8 l 120 l
4 160 l 112 l 134,4 l 150 l
5 200 l 140 l 168 l 200 l

Bei 3 Personen liegt der Wert mit 100,8 l knapp über 100 l. Deshalb ist 120 l die nötige Größe. Dieser Sprung ist der häufigste Grund für eine Fehlauslegung.

Speichertemperatur und Kaltwasser

Die Speichertemperatur verändert die Größe stark. Der Rechner rechnet mit 60 °C. Vier Personen mit 40 l bei einem 50-°C-Speicher brauchen 160 × 35 ÷ 40 = 140 l. Mit 20 % Reserve sind das 168 l, also ein 200-l-Speicher statt 150 l.

Kaltes Wasser verändert den Wert auch. Im Winter kommt das Wasser oft kälter aus der Leitung. Dann wird die Spanne zwischen Kalt und Warm größer, und der Speicher muss mehr Energie liefern.

Warum der Rechner bei 60 °C bleibt: Bei niedrigeren Temperaturen können sich Legionellen leichter vermehren. Wer den Speicher kälter fährt, braucht ein Hygienekonzept vom Fachbetrieb.

Energie zum Erwärmen pro Tag

Die Energie folgt aus der Wassermenge und dem Temperaturhub. Für 1 Liter und 1 Kelvin braucht man 1,163 Wh.

Vier Personen, 160 l Mischwasser, Erwärmung von 10 auf 45 °C

  • Temperaturhub: 45 − 10 = 35 K
  • Energie: 160 × 35 × 1,163 Wh = 6.513 Wh, also rund 6,5 kWh
  • Kosten mit Strom bei 0,35 € je kWh: 6,5 × 0,35 = 2,28 € am Tag

Das ist die Energie ohne Verluste. Der Speicher gibt über seine Hülle Wärme ab, und die Leitungen auch. Der Verlust kommt also oben drauf. Mit einer Wärmepumpe mit Arbeitszahl 3 sinkt der Strombedarf auf etwa 6,5 ÷ 3 = 2,2 kWh am Tag. Das zeigt, wie stark die Art der Erwärmung den Stromverbrauch bestimmt. Die Wärmepumpe rechnet der Fachbetrieb mit der Arbeitszahl Ihrer Anlage, nicht mit dem Richtwert.

Warmwasserboiler Strom: Heizstab im Speicher

Bei einem Warmwasserboiler Strom heizt ein elektrischer Heizstab das Wasser im Speicher. Jede kWh Strom wird dann fast vollständig zu Wärme, deshalb ist die Rechnung oben direkt in Euro übertragbar. Für Ihren Stromtarif tragen Sie den Preis einfach im Stromkostenrechner ein.

Eine Wärmepumpe für Brauchwasser nutzt die Wärme aus der Luft und braucht für die gleiche Wärme weniger Strom. Die Unterschiede zeigt der Vergleich Brauchwasserwärmepumpe und die Zahlen zum Durchlauferhitzer.

Rechenbeispiele

Die Zahlen stimmen mit dem Rechner überein.

Familie mit 4 Personen, 40 l je Person, keine Vollbäder

  • Bedarf bei 45 °C: 4 × 40 = 160 l
  • Speicherwasser: 160 × 35 ÷ 50 = 112 l
  • Mit 20 % Reserve: 134,4 l, gewählt werden 150 l
  • Energie pro Tag: 160 × 1,163 × 35 ÷ 1.000 ≈ 6,5 kWh

Paar, 2 Personen, 40 l je Person

  • Bedarf bei 45 °C: 80 l
  • Speicherwasser: 56 l, mit Reserve 67,2 l
  • Gewählt werden 80 l

Haushalt mit 5 Personen, 50 l je Person, ein Vollbad pro Tag

  • Bedarf bei 45 °C: 250 l, das sind 175 l Speicherwasser
  • Vollbad: 140 × 30 ÷ 50 = 84 l Speicherwasser
  • Summe 259 l, mit Reserve 310,8 l
  • Gewählt werden 400 l
  • Energie pro Tag: etwa 15,1 kWh

Typische Normgrößen

Normgröße Passt etwa zu
80 bis 120 l 1 bis 3 Personen
150 bis 200 l 4 bis 5 Personen
300 l 5 Personen mit Bad
400 bis 500 l große Familie oder Mehrfamilienhaus

Das sind grobe Orientierungswerte. Die Zuordnung hängt vom Duschverhalten ab.

Hartes Wasser und Speichergröße

Hartes Wasser setzt den Speicher mit Kalk zu. Der Kalk legt sich auf den Heizstab oder die Heizfläche und verringert die Wärmeübertragung. Der Speicher wird dann langsamer warm und verbraucht mehr Strom.

Eine Enthärtung senkt den Kalk. Was sie kostet und welche Größe sie braucht, steht im Ratgeber Enthärtungsanlage Kosten.

Tipps und typische Fehler

  • Bedarf ehrlich ansetzen. Lange Duschen und Vollbäder ziehen den Speicher schnell leer.
  • Nicht zu groß wählen. Ein überdimensionierter Speicher verliert durch seine Oberfläche mehr Wärme und hält Wasser unnötig lange warm.
  • Gleichzeitigen Bedarf prüfen. Wenn mehrere Personen morgens nacheinander duschen, muss der Speicher diese Menge in kurzer Zeit liefern.
  • Leitungswege beachten. Lange Leitungen vom Speicher bis zum Bad kühlen aus. Ihr Volumen rechnen Sie mit Rohr Volumen berechnen nach.
  • Wärmeerzeuger passend wählen. Wärmepumpen und Solaranlagen brauchen oft einen größeren Speicher als eine Gastherme, weil sie langsamer nachheizen.
  • Fachbetrieb einbinden. Für die Auslegung der Anlage und den Hygieneschutz fragen Sie einen Fachbetrieb.

Häufige Fragen

Wie groß muss ein Warmwasserspeicher für 4 Personen sein?

Bei 40 l Warmwasser je Person und Tag bei 45 °C und einer Speichertemperatur von 60 °C kommen etwa 112 l Speicherwasser pro Tag zusammen. Mit 20 % Reserve sind es rund 134 l. Gewählt wird die nächste Normgröße, hier 150 l.

Wie viel Liter Warmwasser braucht eine Person am Tag?

Als Planungswert dienen oft 30 bis 50 l bei 45 °C. Wer viel duscht oder badet, liegt darüber. Der Rechner lässt Sie den Wert ändern, und Vollbäder rechnet er gesondert.

Welche Normgrößen gibt es für Warmwasserspeicher?

Übliche Größen sind 80, 100, 120, 150, 200, 300, 400, 500, 750 und 1.000 Liter. Für 1 bis 2 Personen reichen oft 80 bis 120 l, für 3 Personen oft 120 l, für 4 bis 5 Personen meist 150 bis 200 l. Der Rechner nennt die erste Größe, die Ihr Bedarf erreicht.

Warum ist der Speicher kleiner als der Warmwasserbedarf?

Im Speicher steht heißes Wasser mit 60 °C. Am Hahn mischt sich kaltes Wasser dazu, bis 45 °C erreicht sind. Aus 112 l Speicherwasser entstehen so 160 l Mischwasser.

Warum soll der Speicher 60 °C warm sein?

Bei Temperaturen unter 60 °C können sich Keime wie Legionellen leichter vermehren. Für Haushalte mit zentralem Speicher gilt deshalb 60 °C als üblicher Wert. Bei Fragen zur Anlage berät ein Fachbetrieb.

Spielt das Baden eine große Rolle?

Ja. Ein Vollbad mit 140 l bei 40 °C braucht bei einem 60-°C-Speicher rund 84 l heißes Wasser. Das ist mehr als der Speicherbedarf von zwei Personen an einem ganzen Tag. Tragen Sie die Bäder pro Tag deshalb im Rechner ein.

Alle Ergebnisse sind Schätzungen. Mengen und Preise vor dem Kauf mit dem Händler oder Fachbetrieb abgleichen.