Solarrechner Photovoltaik: Ertrag, Kosten und Amortisation

Solarrechner: 8 kWp bringen rund 7.600 kWh im Jahr und etwa 1.213 € Nutzen. Die Amortisation liegt bei 10,6 Jahren. Tragen Sie Ihren Verbrauch ein.

Jahresertrag7.600 kWh
Nutzen pro Jahr (Ersparnis plus Vergütung)1.213 €
Anlagenpreis12.800 €
Amortisation nach10,6 Jahre
Anzahl Module20
Anteil am Verbrauch selbst gedeckt57 %
Anlage für den Jahresverbrauch4,2 kWp

Der Solarrechner schätzt, wie viel Strom Ihre Photovoltaik Anlage erzeugt. Die Grundformel lautet: Jahresertrag = Anlagengröße in kWp × Ertrag je kWp. Eine Anlage mit 8 kWp und 950 kWh je kWp erzeugt 8 × 950 = 7.600 kWh im Jahr.

Dieser Photovoltaik Rechner geht weiter. Er trennt den Strom, den Sie selbst nutzen, vom eingespeisten Strom und zeigt den Nutzen in Euro. Daraus ergibt sich, nach wie vielen Jahren sich die Anlage bezahlt macht.

Das Wichtigste in Kürze

  • In Deutschland liefert 1 kWp als Richtwert rund 850 bis 1.050 kWh im Jahr.
  • Der Rechner nimmt 950 kWh je kWp an. Eigene Werte tragen Sie oben ein.
  • Der Nutzen setzt sich aus Eigenverbrauch und Einspeisung zusammen.
  • Ohne Speicher verbrauchen Haushalte oft 25 bis 35 Prozent des Ertrags selbst.
  • Beispiel: 12.800 € Investition, 1.213 € Nutzen im Jahr, 10,6 Jahre bis zur Amortisation.

Solarrechner: Ertrag und Amortisation in fünf Schritten

Der Rechner führt diese Schritte aus, mit den Werten aus den Eingabefeldern:

  1. Ertrag: kWp × Jahresertrag je kWp.
  2. Eigenverbrauch: Ertrag × Eigenverbrauchsanteil, höchstens Ihr Jahresverbrauch.
  3. Einspeisung: Ertrag minus Eigenverbrauch.
  4. Nutzen: Eigenverbrauch × Strompreis plus Einspeisung × Vergütung.
  5. Amortisation: Anlagenpreis ÷ Nutzen pro Jahr.

Steuern, Wartung, Zinsen und die Alterung der Module sind nicht enthalten. Sie verschieben die Rechnung ein wenig, bleiben aber für eine erste Einschätzung außen vor.

Die Formel im Überblick

Der Photovoltaik Rechner online liefert eine erste Schätzung, kein Angebot. Er setzt die Zahlen so zusammen, dass Sie jeden Schritt nachvollziehen können. Die Eingaben sind der Stromverbrauch, die Anlagengröße, der Ertrag je kWp, der Eigenverbrauchsanteil, der Strompreis, die Einspeisevergütung und der Anlagenpreis je kWp.

Für die Modulzahl gilt: Anlagengröße in Wp ÷ Leistung je Modul. Bei 8.000 Wp und 400 Wp je Modul sind das 8.000 ÷ 400 = 20 Module.

Rechenbeispiele

Einfamilienhaus: 8 kWp, 4.000 kWh Verbrauch, 30 % Eigenverbrauch

  • Ertrag: 8 × 950 = 7.600 kWh
  • Eigenverbrauch: 7.600 × 0,30 = 2.280 kWh
  • Einspeisung: 7.600 − 2.280 = 5.320 kWh
  • Ersparnis: 2.280 × 0,35 € = 798 €
  • Vergütung: 5.320 × 0,078 € = 415 €
  • Nutzen: 798 € + 415 € = 1.213 € pro Jahr
  • Anlagenpreis: 8 × 1.600 = 12.800 €
  • Amortisation: 12.800 ÷ 1.213 ≈ 10,6 Jahre

Anlage nach Verbrauch auswählen

  • Verbrauch: 4.000 kWh pro Jahr
  • Ertrag je kWp: 950 kWh
  • Passende Größe: 4.000 ÷ 950 ≈ 4,2 kWp

Der Wert aus dem Verbrauch ist eine Näherung. Eine Anlage von 4,2 kWp würde rechnerisch den Jahresverbrauch decken, aber nicht jede Stunde. Tagsüber fällt Strom an, nachts nicht.

Warum die Amortisation bei jeder Größe gleich bleibt

Mit diesen Annahmen wächst Ertrag und Preis gleichermaßen mit der Anlagengröße. Pro kWp entstehen 950 kWh Ertrag, und das ergibt rund 1.213 € ÷ 8 = 152 € Nutzen je kWp und Jahr. Der Preis liegt bei 1.600 € je kWp. Dann gilt 1.600 ÷ 152 ≈ 10,6 Jahre, egal ob die Anlage 4 oder 8 kWp groß ist.

Ändert sich aber ein Eingabewert, verschiebt sich die Zeit. Ein höherer Eigenverbrauch oder ein höherer Strompreis verkürzt die Amortisation. Ein teureres Angebot verlängert sie.

Richtwerte für die Eingaben

Größe Richtwert 2026
Ertrag je kWp und Jahr 850 bis 1.050 kWh
Anlagenpreis 1.200 bis 2.000 € je kWp
Eigenverbrauch ohne Speicher 25 bis 35 %
Strompreis Haushalt 0,30 bis 0,40 € je kWh

Das sind Richtwerte 2026, regional unterschiedlich. Die Einspeisevergütung ändert sich, fragen Sie den aktuellen Satz beim Netzbetreiber ab.

Den PV Rechner nutzen Sie am besten mit echten Zahlen. Den Jahresverbrauch finden Sie in der letzten Stromabrechnung, den Strompreis in Ihrem Tarif. Das Angebot des Installateurs liefert den Anlagenpreis.

Wie genau ist die Schätzung?

Der Rechner arbeitet mit Mittelwerten. Der tatsächliche Ertrag schwankt von Jahr zu Jahr, je nach Wetter. Ein sonniges Jahr kann deutlich mehr bringen als ein trübes. Abweichungen von einigen Prozent nach oben oder unten sind normal.

Auch der Eigenverbrauch hängt von Ihrem Alltag ab. Wer tagsüber zu Hause ist, nutzt mehr Solarstrom als ein Haushalt, dessen Bewohner tagsüber außer Haus arbeiten. Der Rechner nimmt einen festen Anteil an. Passen Sie ihn an Ihre Gewohnheiten an und rechnen Sie zwei Werte durch, um eine Spanne zu erhalten.

Checkliste vor dem Angebot

  • Verbrauch aus den letzten zwei Stromabrechnungen mitteln.
  • Dachfläche, Ausrichtung und Verschattung notieren.
  • Den Preis je kWp in mindestens zwei Angeboten vergleichen.
  • Den Speicher separat anbieten lassen, mit Kapazität und Garantie.
  • Die Einspeisevergütung und den Tarif der Anlage schriftlich bestätigen lassen.

Haben Sie diese Punkte geklärt, legen Sie die Zahlen des Rechners neben das Angebot. Weichen Ertrag oder Amortisation stark ab, fragen Sie nach der Berechnung des Anbieters und lassen Sie sich die Annahmen zeigen.

Was den Ertrag verändert

  • Ausrichtung. Ein Süddach bringt am meisten. Ost-West-Dächer liefern etwas weniger, verteilen den Ertrag aber besser über den Tag.
  • Neigung. Etwa 30 Grad gelten als günstig. Die Neigung des Dachs können Sie oft nicht verändern, ihre Wirkung prüft der Planer mit dem Solarmodul Ausrichtung Rechner.
  • Verschattung. Bäume, Schornsteine und Nachbarhäuser senken den Ertrag spürbar.
  • Standort. Im Süden Deutschlands ist die Sonneneinstrahlung im Jahr meist höher als im Norden.

Eigenverbrauch erhöhen

Selbst genutzter Strom ist wertvoller als eingespeister. Eine Kilowattstunde vom Dach spart etwa 0,35 € Bezugskosten, eingespeist bringt sie nur etwa 0,078 €. Sie erhöhen den Eigenverbrauch, wenn Waschmaschine und Geschirrspüler mittags laufen, wenn Sie ein Elektroauto tagsüber laden oder einen Speicher einbauen. Die laufenden Stromkosten Ihres Haushalts klärt der Rechner Stromkosten berechnen.

Speicher: lohnt er sich?

Ein Speicher schiebt Mittagsstrom in den Abend. Ein Haushalt mit 4.000 kWh im Jahr verbraucht im Schnitt 4.000 ÷ 365 = 11,0 kWh am Tag. Ein Speicher von 5 kWh deckt davon nur einen Teil. Der Rest kommt weiter aus dem Netz oder wird am Tag direkt genutzt.

Ein Speicher lohnt sich, wenn er die Mehrkosten über die gesparten Bezugskosten wieder einspielt. Die Größe des Speichers richten Sie am Abendverbrauch aus. Die Auswahl erklärt der Rechner Solarspeicher Größe berechnen. Ob eine Anlage bei Ihnen sinnvoll ist, zeigt der Ratgeber Photovoltaik Amortisation mit weiteren Szenarien.

Notstrom und Unabhängigkeit

Eine normale Photovoltaikanlage liefert bei Stromausfall keinen Strom fürs Haus, sie schaltet sich aus Sicherheitsgründen ab. Für Notstrom braucht es eine Ersatzstromlösung mit eigener Technik. Was dafür nötig ist, erklärt der Ratgeber Notstrom mit Photovoltaik.

Wer statt Kauf eine Miete oder ein Pachtmodell erwägt, vergleicht die Kosten mit dem Rechner Solaranlage kaufen oder mieten.

Anschluss und Technik

Die Anlage speist über einen Wechselrichter ins Hausnetz ein. Planung, Anschluss, Auslegung der Leitungen und Sicherungen sowie die Anmeldung beim Netzbetreiber übernimmt ein Elektrofachbetrieb. Ob der Dachstuhl die zusätzliche Last durch Module, Unterkonstruktion, Wind und Schnee trägt, sollte bei älteren Dächern oder Zweifeln ein Statiker prüfen. Wie sich Leistung und Strom zusammenhängen, sehen Sie bei der Umrechnung kW in Ampere.

Häufige Fehler

  • Spitzenleistung mit Ertrag verwechseln. Die Anlage erreicht ihre kWp nur bei Bestbedingungen.
  • Eigenverbrauch zu hoch ansetzen. 30 Prozent ohne Speicher sind realistischer als 60.
  • Nebenkosten vergessen. Gerüst, Zählerschrank, Anmeldung und Speicher kommen oft hinzu.
  • Nur ein Angebot einholen. Vergleichen Sie mindestens zwei bis drei Angebote nach Posten.
  • Vergütung nicht prüfen. Die Einspeisevergütung hängt vom Datum der Inbetriebnahme ab. Fragen Sie den Satz beim Netzbetreiber nach.

Häufige Fragen

Lohnt sich eine Photovoltaikanlage?

Mit den Richtwerten des Rechners amortisiert sich eine 8-kWp-Anlage nach rund 10,6 Jahren. Module haben meist eine Leistungsgarantie von 25 Jahren, danach liefert die Anlage weiter Strom. Ob sie sich lohnt, hängt von Dach, Verbrauch, Preis und Vergütung ab.

Wann lohnt sich Photovoltaik mit Speicher?

Ein Speicher lohnt sich vor allem, wenn Sie viel Strom am Abend verbrauchen. Er erhöht den Eigenverbrauch, muss aber seine Mehrkosten über die gesparten Bezugskosten wieder einspielen. Rechnen Sie den Speicher getrennt mit dem Solarspeicher Rechner nach.

Wie viel Strom erzeugt eine 8-kWp-Anlage im Jahr?

Mit 950 kWh je kWp erzeugt eine 8-kWp-Anlage 8 × 950 = 7.600 kWh im Jahr. Der Wert schwankt je nach Ausrichtung, Neigung und Standort. Im Süden Deutschlands fällt der Ertrag oft etwas höher aus.

Wie groß sollte die PV-Anlage für mein Haus sein?

Als erste Näherung teilen Sie den Jahresverbrauch durch den Ertrag je kWp. Bei 4.000 kWh sind das 4.000 ÷ 950 ≈ 4,2 kWp. Viele wählen größer, weil das Dach Platz bietet und ein Elektroauto oder eine Wärmepumpe dazukommen kann.

Was kostet eine Photovoltaikanlage?

Als Richtwert 2026 liegen komplette Anlagen auf dem Einfamilienhaus oft bei 1.200 bis 2.000 € je kWp, regional unterschiedlich. Der Rechner nutzt 1.600 €. Eine Anlage mit 8 kWp kostet damit 8 × 1.600 = 12.800 €. Ein Speicher kommt extra dazu.

Wie hoch ist der Eigenverbrauch?

Ohne Speicher verbrauchen Haushalte oft 25 bis 35 Prozent des Ertrags selbst, mit Speicher deutlich mehr. Der Rechner nimmt 30 Prozent. Je mehr Sie selbst nutzen, desto besser, weil eingesparter Strom mehr bringt als Einspeisung.

Alle Ergebnisse sind Schätzungen. Mengen und Preise vor dem Kauf mit dem Händler oder Fachbetrieb abgleichen.