Dachfläche berechnen – Rechner für Satteldach und Pultdach
Dachfläche berechnen: Grundfläche ÷ cos(Neigung). 12 m × 9 m bei 35 Grad ergeben 108 m² Grundfläche und rund 131,8 m² Dachfläche. Mit Rechner.
Dachfläche berechnen heißt, die waagerechte Grundfläche durch den Kosinus der Dachneigung zu teilen. Die Formel lautet: Dachfläche = Länge × Breite ÷ cos(Neigung). Ein Satteldach mit 12 m Länge, 9 m Breite und 35 Grad hat eine Grundfläche von 108 m² und eine Dachfläche von rund 131,8 m².
Die Dachfläche berechnen online geht mit dem Rechner oben in einer Minute. Er nimmt die Länge entlang des Firsts, die Breite von Traufe zu Traufe und die Neigung in Grad. Er zeigt die Dachfläche, die Menge mit Reserve und den Dachflächenfaktor.
Das Wichtigste in Kürze
- Formel: Dachfläche = Länge × Breite ÷ cos(Neigung).
- Bei 35 Grad ist die Dachfläche rund 22 % größer als die Grundfläche.
- Bei 45 Grad sind es rund 41 % mehr.
- Für Verschnitt planen Sie beim einfachen Satteldach etwa 5 bis 10 % ein.
- Kleine Gauben und Dachfenster lassen Sie in der Fläche.
Dachfläche berechnen in drei Schritten
- Länge messen: entlang des Firsts, von Ortgang zu Ortgang, mit Überstand.
- Breite messen: waagerecht von Traufe zu Traufe, ebenfalls mit Überstand.
- Neigung bestimmen: aus dem Bauplan oder mit dem Rechner für die Dachneigung.
Dann rechnen Sie: Länge × Breite gibt die Grundfläche. Diese Zahl teilen Sie durch den Kosinus der Neigung. Bei 35 Grad ist der Kosinus etwa 0,8192. Das Ergebnis ist die Fläche der schrägen Dachhaut.
Was Sie messen müssen
- Länge: Messen Sie entlang des Firsts, von Ortgang zu Ortgang, einschließlich Überstand.
- Breite: Messen Sie waagerecht von Traufe zu Traufe, auch hier mit Überstand.
- Neigung: Lesen Sie den Winkel im Bauplan ab oder bestimmen Sie ihn selbst, wie im Ratgeber zur Dachneigung beschrieben.
Messen Sie die Breite nicht an der Dachfläche entlang, sondern waagerecht. Sonst rechnen Sie die Schräge doppelt.
Dachflächenfaktor nach Neigung
Der Faktor ist 1 geteilt durch den Kosinus des Winkels. Multiplizieren Sie die Grundfläche mit diesem Wert. Die Werte in der Tabelle sind gerundet.
| Dachneigung | Faktor | Mehrfläche gegenüber Grundfläche |
|---|---|---|
| 20 Grad | 1,064 | 6 % |
| 30 Grad | 1,155 | 15 % |
| 35 Grad | 1,221 | 22 % |
| 40 Grad | 1,305 | 31 % |
| 45 Grad | 1,414 | 41 % |
Mit dem Faktor sehen Sie schnell, wie stark die Neigung die Fläche treibt. Ein Dach mit 20 Grad braucht fast keinen Zuschlag. Ein steiles Dach mit 45 Grad braucht fast die anderthalbfache Grundfläche.
Rechenbeispiele
Satteldach, 12 m × 9 m, 35 Grad
- Grundfläche: 12 × 9 = 108 m²
- Dachfläche: 108 × 1,221 = 131,8 m²
- Mit 10 % Reserve: 131,8 × 1,10 = 145,0 m²
Garagendach, 10 m × 8 m, 30 Grad
- Grundfläche: 10 × 8 = 80 m²
- Dachfläche: 80 × 1,155 = 92,4 m²
Steiles Haus, 12 m × 10 m, 45 Grad
- Grundfläche: 12 × 10 = 120 m²
- Dachfläche: 120 × 1,414 = 169,7 m²
Dachflächenrechner für Einfamilienhäuser
Bei einem typischen Einfamilienhaus liegen Länge und Breite oft zwischen 9 und 14 m. Mit 35 Grad Neigung ergibt das Dachflächen von rund 100 bis 200 m². Der Dachflächenrechner nimmt Ihnen die Umrechnung ab. Die Zahl brauchen Sie danach für Ziegel, Unterspannbahn und Lattung.
Pultdach, Walmdach und Anbauten
Beim Pultdach messen Sie nur eine Seite. Die Breite ist die waagerechte Tiefe des Daches. Beim Satteldach gilt die Gesamtbreite, weil beide Seiten dieselbe Neigung haben.
Ein Walmdach hat bei gleichem Grundriss und gleicher Neigung ungefähr dieselbe Fläche wie ein Satteldach. Der Verschnitt ist wegen der Grate höher. Haben beide Seiten unterschiedliche Neigungen, rechnen Sie jede Seite für sich. Für den Walm gibt es einen eigenen Rechner für das Walmdach.
Typische Fehler
- Neigung in Prozent statt Grad eingeben. 35 Grad sind etwa 70 % Steigung. Der Rechner erwartet Grad.
- Überstand vergessen. Das Dach reicht über die Wand hinaus. Die Fläche am Überstand gehört dazu.
- Gauben und Dachfenster übersehen. Kleine Öffnungen lassen Sie in der Fläche. Große ziehen Sie ab, rechnen aber den Zuschlag für Anschlüsse dazu.
- Zu wenig Reserve. Ziegel brechen, Bahnen müssen überlappen. Bestellen Sie nicht auf den Quadratmeter genau.
Wie geht es weiter?
Mit der Dachflächenberechnung ist der wichtigste Schritt erledigt. Danach rechnen Sie die Stückzahl der Ziegel. Die Anzahl der Dachziegel pro m² folgt aus Deckbreite und Lattweite. Fragen Sie beim Baustoffhändler nach der Deckbreite und Decklänge Ihres Ziegels, denn jeder Typ hat eigene Werte. Wer die Eindeckung erneuert, findet bei den Kosten für ein neues Dach die nächste Rechnung.
Häufige Fragen
Wie kann ich meine Dachfläche berechnen?
Teilen Sie die waagerechte Grundfläche durch den Kosinus der Dachneigung. Die Grundfläche ist Länge mal Breite, jeweils mit Überstand gemessen. Bei 12 m × 9 m und 35 Grad sind das 108 ÷ 0,8192 ≈ 131,8 m² Dachfläche für beide Seiten zusammen.
Wie berechne ich die Dachfläche bei einem Satteldach?
Messen Sie die Länge entlang des Firsts und die Breite waagerecht von Traufe zu Traufe. Beim Satteldach haben beide Seiten die gleiche Neigung, deshalb rechnen Sie mit der Gesamtbreite. Multiplizieren Sie beide Werte und teilen Sie durch den Kosinus der Neigung.
Wie wirkt die Dachneigung auf die Dachfläche?
Je steiler das Dach, desto größer die Dachfläche im Verhältnis zur Grundfläche. Bei 30 Grad ist die Dachfläche etwa 15 % größer, bei 45 Grad rund 41 % größer. Bei flachen Dächern bleibt der Unterschied klein.
Wie viel Reserve brauche ich für Dachziegel oder Bahnen?
Planen Sie je nach Dachform etwa 5 bis 15 % Verschnitt ein. Ein einfaches Satteldach kommt mit rund 5 bis 10 % aus. Bei Walm, Gauben, Graten und Kehlen ist der Verschnitt höher.
Wie berechne ich ein Dach mit mehreren Flächen?
Teilen Sie das Dach in einfache Rechtecke und Dreiecke auf. Rechnen Sie jede Fläche einzeln mit ihrer eigenen Neigung und addieren Sie die Ergebnisse. Gauben und Dachfenster ziehen Sie ab, wenn sie größer als etwa 1 m² sind.
Alle Ergebnisse sind Schätzungen. Mengen und Preise vor dem Kauf mit dem Händler oder Fachbetrieb abgleichen.