Pumpensumpf Pumpe – Tauchpumpe Größe berechnen
Pumpensumpf Pumpe auswählen: Steigt das Wasser in einem Schacht mit 50 cm Durchmesser in 20 s um 20 cm, braucht die Pumpe rund 10,6 m³/h Förderleistung.
Die Pumpensumpf Pumpe muss mehr Wasser wegschaffen, als in den Schacht zuläuft. Das messen Sie mit einem Füllversuch. Steigt das Wasser in einem Schacht mit 50 cm Durchmesser in 20 Sekunden um 20 cm, laufen 0,0393 m³ zu, das sind 7,1 m³ pro Stunde. Mit einem Sicherheitsfaktor von 1,5 braucht die Pumpe rund 10,6 m³/h bei der Förderhöhe, die Sie brauchen.
Das Wichtigste in Kürze
- Der Zulauf wird im Versuch gemessen: Wasserstand steigt, Zeit läuft, Sie rechnen die Menge aus.
- Im Standardschacht (50 cm, 20 cm in 20 s) laufen 7,1 m³/h zu.
- Mit Sicherheitsfaktor 1,5 braucht die Pumpe 10,6 m³/h, also rund 177 l/min.
- Die Förderhöhe senkt die Fördermenge. Lesen Sie die Kennlinie im Datenblatt.
- Ein eckiger Schacht rechnet man über die Grundfläche in einen Ersatzdurchmesser um.
Der Rechner oben nimmt Schachtdurchmesser, Anstieg, Zeit, Förderhöhe und Sicherheitsfaktor. Er gibt die nötige Förderleistung in m³/h und in l/min aus.
Pumpensumpf Pumpe richtig wählen
Eine Pumpe muss nicht nur den Zulauf schaffen, sondern ihn auch gegen die Höhe fördern. Die Förderhöhe ist der Weg, den das Wasser nach oben nehmen muss. Ohne diesen Wert ist jede Pumpenangabe wertlos.
Die drei Angaben zählen zusammen. Der Zulauf sagt, wie viel Wasser kommt. Die Förderhöhe sagt, wie schwer es zu heben ist. Der Sicherheitsfaktor sagt, wie viel Reserve Sie für Starkregen einplanen.
Pumpe für Pumpensumpf Keller: Größe in drei Schritten
- Zulauf messen. Schalten Sie die Pumpe aus, damit das Wasser nur steigt. Messen Sie den Anstieg in einer festen Zeit.
- Förderhöhe messen. Messen Sie senkrecht vom Wasserspiegel bis zum Auslauf der Leitung.
- Sicherheit zuschlagen. Multiplizieren Sie den Zulauf mit 1,5 oder mehr.
Mit diesen drei Werten gehen Sie in das Datenblatt. Dort suchen Sie die Pumpe, die bei Ihrer Förderhöhe die berechnete Menge schafft. Eine Pumpe mit einem höheren Wert auf dem Papier hilft nicht, wenn sie bei Ihrer Höhe zu wenig fördert.
Pumpensumpf Keller: So messen Sie den Zulauf richtig
Der Füllversuch braucht eine ruhige Stunde. Er misst den Zulauf bei ruhigem Wetter, also nicht bei Starkregen.
- Durchmesser messen. Bei einem runden Schacht genügt der Innendurchmesser. Bei einem eckigen Schacht rechnen Sie zuerst die Grundfläche A in m² aus.
- Ersatzdurchmesser bilden. Die Formel lautet √(4 × A ÷ π). Ein Schacht mit 0,5 m × 0,5 m hat 0,25 m² und einen Ersatzdurchmesser von rund 56 cm.
- Anstieg notieren. Messen Sie mit einem Lineal am Schachtrand. Schreiben Sie den Wert in cm auf.
- Zeit stoppen. Eine Zeit von 10 bis 60 Sekunden ist gut zu messen. Bei kurzen Zeiten wird die Messung ungenau.
Im Keller steigt das Wasser oft langsam. Dann wählen Sie eine längere Zeit, etwa 60 Sekunden, und messen einen größeren Anstieg. Das macht die Messung genauer.
Die Rechenschritte
Drei Formeln reichen für den Rechner aus.
- Volumen: π × Radius² × Anstieg. Den Radius rechnen Sie aus dem Durchmesser: Radius = Durchmesser ÷ 2.
- Zulauf: Volumen ÷ Zeit. Das Ergebnis in m³/s mal 3.600 ergibt m³/h.
- Förderleistung: Zulauf × Sicherheitsfaktor.
Die Umrechnung in l/min ist einfach: m³/h × 1.000 ÷ 60. Ein Wert von 10,6 m³/h ergibt 10,6 × 1.000 ÷ 60 = 177 l/min.
Rechenbeispiele
Standardschacht: 50 cm Durchmesser, 20 cm Anstieg in 20 s, 4 m Förderhöhe
- Volumen: 3,1416 × 0,25² × 0,20 = 0,0393 m³ (39 Liter)
- Zulauf: 0,0393 ÷ 20 × 3.600 = 7,1 m³/h
- Förderleistung: 7,1 × 1,5 = 10,6 m³/h, das sind rund 177 l/min
- Hydraulische Leistung: etwa 116 W
Kleiner Schacht: 40 cm Durchmesser, 10 cm Anstieg in 10 s, 3 m Förderhöhe
- Volumen: 3,1416 × 0,20² × 0,10 = 0,01257 m³
- Zulauf: 0,01257 ÷ 10 × 3.600 = 4,5 m³/h
- Förderleistung: 4,5 × 1,5 = 6,8 m³/h, das sind rund 113 l/min
- Hydraulische Leistung: etwa 55 W
Großer Schacht: 60 cm Durchmesser, 30 cm Anstieg in 60 s, 5 m Förderhöhe
- Volumen: 3,1416 × 0,30² × 0,30 = 0,0848 m³
- Zulauf: 0,0848 ÷ 60 × 3.600 = 5,1 m³/h
- Förderleistung: 5,1 × 1,5 = 7,6 m³/h, das sind rund 127 l/min
- Hydraulische Leistung: etwa 104 W
Der große Schacht braucht trotz größerer Fläche weniger Förderleistung. Der Grund ist die längere Messzeit: Das Wasser steigt in 60 Sekunden zwar um 30 cm, aber der Zulauf pro Sekunde ist kleiner.
Hydraulische Leistung und Motorleistung
Die hydraulische Leistung ist die Arbeit, die das Wasser nach oben trägt. Sie folgt aus der Formel Leistung = Fördermenge × 1.000 kg/m³ × 9,81 m/s² × Förderhöhe. Im Standardfall ergibt das 0,00294 m³/s × 1.000 × 9,81 × 4 = etwa 116 W.
Der Motor einer Tauchpumpe braucht deutlich mehr als diese Nutzleistung, denn Pumpe und Motor haben Verluste. Entscheidend ist deshalb nicht die Wattzahl, sondern die Kennlinie im Datenblatt. Sie zeigt, wie viel m³/h die Pumpe bei Ihrer Förderhöhe wirklich schafft.
Auf das Datenblatt achten
- Fördermenge bei Ihrer Höhe. Eine Pumpe mit 12 m³/h bei 0 m schafft bei 4 m oft deutlich weniger.
- Durchgang für Feststoffe. Für Drainagewasser mit Sand brauchen Sie eine Schmutzwasserpumpe.
- Schwimmerschalter. Er muss im Schacht frei beweglich bleiben.
- Rückschlagventil. Es verhindert, dass die Leitung zurück in den Schacht läuft.
- Leitungsdurchmesser. Zu enge Rohre bremsen das Wasser. Den Inhalt der Leitung berechnen Sie mit dem Rohrvolumen-Rechner.
Den Volumenstrom eines Rohres oder einer Leitung rechnen Sie mit dem Rechner Volumenstrom berechnen nach. Mit dem Rechner Pumpenleistung berechnen prüfen Sie die Leistung einer Pumpe für andere Förderhöhen.
Leitungsverluste einplanen
Die Förderhöhe im Datenblatt ist nicht alles. Lange Leitungen und Bögen verlangen mehr Druck. Jeder Bogen und jedes Ventil erhöht den Widerstand.
Mehr dazu zeigt der Druckverlust-Rechner. Planen Sie bei langen Leitungen eine Reserve ein, bevor Sie die Pumpe kaufen.
Tipps und häufige Fehler
- Nur bei trockenem Wetter messen. Der Zulauf bei Starkregen ist viel höher. Planen Sie Reserve ein.
- Förderhöhe ohne Leitungsverluste. Lange Leitungen und Bögen verlangen mehr Druck.
- Pumpe zu groß wählen. Sie schaltet dann ständig ein und aus.
- Kein Stromausfall-Plan. Gerade bei Unwetter fällt manchmal der Strom aus. Eine zweite Pumpe mit Notstrom hilft.
- Schacht zu klein planen. Ein kleiner Schacht lässt zu wenig Platz zwischen Ein- und Ausschaltpunkt.
Sicherheit
- Strom und Wasser. Eine Tauchpumpe gehört an einen Stromkreis mit Fehlerstrom-Schutzschalter (FI, 30 mA). Einen festen Anschluss oder eine neue Steckdose im Keller installiert nur eine Elektrofachkraft.
- Rückstau. Führt die Leitung in den Kanal, muss sie gegen Rückstau aus dem Kanal gesichert sein, meist mit einer Schleife über die Rückstauebene. Das plant der Fachbetrieb.
- Einleitung. Ob Sie Grund- oder Drainagewasser in den Kanal leiten dürfen, entscheidet die Gemeinde.
Ist Ihr Haus nicht an die Kanalisation angeschlossen, lohnt der Blick auf die Kleinkläranlage Kosten. Dort geht es um die Entsorgung des Abwassers statt um das Wasser aus dem Schacht.
Lassen Sie den Anschluss ans Netz und an die Entwässerung von einem Fachbetrieb ausführen.
Häufige Fragen
Welche Pumpe passt in einen Pumpensumpf im Keller?
Die Pumpe muss mehr Wasser fördern, als in den Schacht zuläuft. Im Beispiel mit 50 cm Schachtdurchmesser braucht sie bei 4 m Förderhöhe rund 10,6 m³/h. Vergleichen Sie diesen Wert mit der Kennlinie im Datenblatt.
Welche Förderleistung braucht eine Pumpe für den Pumpensumpf?
Rechnen Sie den Zulauf aus einem Füllversuch aus und multiplizieren Sie ihn mit 1,5. Beim Standardschacht sind das 7,1 × 1,5 = 10,6 m³/h. Das entspricht rund 177 l/min.
Wie wähle ich die Motorleistung einer Tauchpumpe?
Wählen Sie nach der Fördermenge bei Ihrer Förderhöhe, nicht nach der Wattzahl. Die reine Hubarbeit liegt im Standardfall bei rund 116 W. Der Motor braucht mehr, weil Pumpe und Motor Verluste haben.
Was bedeutet Förderhöhe?
Die Förderhöhe ist der senkrechte Höhenunterschied zwischen dem Wasserspiegel im Schacht und dem Auslauf der Leitung. Je höher das Wasser steigen muss, desto weniger Wasser schafft die Pumpe pro Stunde. Das Datenblatt zeigt dafür eine Kennlinie.
Warum rechnet man mit einem Sicherheitsfaktor?
Bei Starkregen kann der Zulauf deutlich über dem gemessenen Wert liegen. Reibung in der Leitung, Bögen und ein Rückschlagventil bremsen die Pumpe zusätzlich. Ein Faktor von 1,5 gibt Reserve.
Wie hoch muss der Schacht sein?
Der Schacht muss die Pumpe, den Schwimmerschalter und etwas Wasser zwischen Ein- und Ausschaltpunkt aufnehmen. Eine zu kleine Pumpe läuft ständig, eine zu große schaltet oft an und aus. Beides verkürzt die Lebensdauer.
Alle Ergebnisse sind Schätzungen. Mengen und Preise vor dem Kauf mit dem Händler oder Fachbetrieb abgleichen.