Rampe berechnen – Steigung und Länge
Rampe berechnen: Länge = Höhe ÷ Steigung. Für 30 cm Höhe bei 6 % brauchen Sie 5 m waagerechte Länge. Dazu Winkel, Podeste und Betonmenge.
Eine Rampe berechnen Sie mit der Formel Länge = Höhe ÷ Steigung. Für 30 cm Höhe bei 6 % Steigung ist das 0,30 m ÷ 0,06 = 5 m waagerechte Länge. Das entspricht einem Winkel von 3,43 Grad.
Das Wichtigste in Kürze
- Länge = Höhe ÷ Steigung. Die Steigung rechnen Sie als Dezimalzahl um: 6 % sind 0,06.
- 6 % heißt: 6 cm Anstieg auf 1 m Länge.
- Barrierefrei nach DIN 18040 sind höchstens 6 %, mit einem Podest nach je 6 m Lauf.
- Ein Zwischenpodest ist etwa 1,50 m lang.
- Eine massive Rampe braucht Beton als Keil: 0,5 × Länge × Höhe × Breite.
Der Rechner oben nimmt Höhe in Zentimetern, Steigung in Prozent und Breite in Metern. Er nennt Länge, Schräglänge, Winkel, Podeste, Gesamtlänge und die Betonmenge.
Rampe berechnen: Länge aus Höhe und Steigung
Die Länge ist immer die waagerechte Strecke, die Sie für die Rampe brauchen. Die Höhe bekommen Sie aus dem Höhenunterschied, zum Beispiel von der Straße bis zur Schwelle. Teilen Sie diese Höhe durch die Steigung als Dezimalzahl.
Das Ergebnis ist die Länge ohne Podest. Mit Podest wird die Rampe länger, dazu gleich mehr.
Was Prozent bei einer Rampe bedeutet
Die Steigung in Prozent sagt, wie viele Zentimeter die Rampe auf 100 cm Länge ansteigt.
- 6 % sind 6 cm Höhe auf 1 m Länge.
- 10 % sind 10 cm Höhe auf 1 m Länge.
- 100 % wären 1 m Höhe auf 1 m Länge, das sind 45 Grad.
Das Verhältnis steht oft als 1 : n. Bei 6 % gilt 1 : 16,7, weil 100 ÷ 6 = 16,7 ist.
Rampe Steigung berechnen: Prozent in Grad
Den Winkel finden Sie über den Arkustangens der Steigung. Das klingt schwer, ist aber mit jedem Taschenrechner einfach. Die Werte sind:
- 6 % entsprechen 3,43 Grad.
- 10 % entsprechen 5,71 Grad.
- 100 % entsprechen 45 Grad.
Wer die steigung rampe berechnen will, nimmt die Höhe und teilt sie durch die Länge. Das ist dasselbe wie die Steigung in Prozent, nur umgekehrt. Ein Winkel von 3,43 Grad sieht flach aus, und genau so flach ist eine barrierefreie Rampe.
Rechenbeispiel: Eingang barrierefrei
Höhe 30 cm, Steigung 6 %, Breite 1,20 m
- Länge waagerecht: 0,30 ÷ 0,06 = 5 m
- Länge entlang der Schräge: Wurzel aus 5² + 0,3² = Wurzel aus 25,09 = 5,01 m
- Winkel: 3,43 Grad
- Zwischenpodeste: Bei 5 m Lauf ist keins nötig, weil die Grenze bei 6 m liegt
- Betonkeil: 0,5 × 5 × 0,30 × 1,20 = 0,9 m³
Rechenbeispiel: Gartenhaus-Rampe
Höhe 15 cm, Steigung 10 %
- Länge: 0,15 ÷ 0,10 = 1,5 m
- Winkel: 5,71 Grad
- Betonkeil: 0,5 × 1,5 × 0,15 × 1,20 = 0,135 m³
Mit 10 % ist die Rampe nicht barrierefrei nach DIN 18040. Für einen Gartenweg oder eine Stufe zum Schuppen reicht sie aber völlig.
Die Steigung ist das wichtigste Maß, weil sie die Kraft bestimmt. Je steiler die Rampe, desto mehr Kraft braucht ein Rollstuhl oder ein Kinderwagen beim Hochfahren. Die Länge folgt daraus: Halbe Steigung bedeutet doppelte Länge und damit auch mehr Beton.
Rechenbeispiel: Lange Rampe mit Podest
Höhe 60 cm, Steigung 6 %, Breite 1,20 m
- Länge: 0,60 ÷ 0,06 = 10 m
- Podeste: 10 m Lauf geteilt durch 6 m ergibt 1,67, also ein Podest nötig
- Gesamtlänge: 10 m + 1 × 1,50 m = 11,5 m
- Betonkeil: 0,5 × 10 × 0,60 × 1,20 = 3,6 m³
Länge nach Höhe und Steigung
| Höhe | 6 % | 8 % | 10 % |
|---|---|---|---|
| 10 cm | 1,67 m | 1,25 m | 1 m |
| 20 cm | 3,33 m | 2,5 m | 2 m |
| 30 cm | 5 m | 3,75 m | 3 m |
| 60 cm | 10 m | 7,5 m | 6 m |
Bei 6 % und 60 cm Höhe wird die Rampe 10 m lang. Dann ist nach 6 m ein Zwischenpodest nötig. Das Podest ist eben und etwa 1,50 m lang. Es kommt zur Rampenlänge dazu, die Gesamtlänge wird also rund 11,5 m.
Barrierefrei mit Podest und Geländer
Nach DIN 18040 darf eine barrierefreie Rampe höchstens 6 % steil sein. Nach je 6 m Lauf kommt ein Zwischenpodest von etwa 1,50 m Länge. Dazu gehören Handläufe auf beiden Seiten und Radabweiser an den Kanten.
Ab etwa 1 m Höhe braucht die Rampe zusätzlich ein Geländer gegen Absturz. Die genauen Maße regelt die Landesbauordnung. Die Norm gilt vor allem für öffentliche Gebäude, bei privaten Eingängen ist sie eine Orientierung.
Betonmenge für die massive Rampe
Eine massive Rampe ist im Querschnitt ein Dreieck. Die Fläche des Dreiecks ist Grundlinie mal Höhe, geteilt durch zwei. Daraus folgt die Formel 0,5 × Länge × Höhe × Breite.
Die Betonmenge rechnen Sie mit dem Betonrechner nach, sobald Sie das Volumen kennen. Der Betonkeil ist nur der Kern. Die Schalung und die Tragschicht darunter kommen dazu.
Betonkeil bei 6 % und 1,20 m Breite
| Höhe | Länge | Podest | Betonkeil |
|---|---|---|---|
| 15 cm | 2,50 m | keins | 0,225 m³ |
| 30 cm | 5,00 m | keins | 0,900 m³ |
| 60 cm | 10,00 m | 1 | 3,600 m³ |
Der Keil wächst mit Höhe und Länge zugleich. Bei 60 cm Höhe ist die Rampe doppelt so hoch und doppelt so lang wie bei 30 cm. Deshalb braucht sie 2 × 2 = 4-mal so viel Beton: 0,9 × 4 = 3,6 m³.
Schritt für Schritt: Rampe planen
Ein Rechner für Rampe berechnen online spart die Rechnung, aber die Formel bleibt gleich. Die Rampe berechnen Formel lautet Länge gleich Höhe durch Steigung. Gehen Sie so vor:
- Höhe messen: Messen Sie vom Gehweg bis zur Schwelle, in Zentimetern.
- Steigung wählen: Für einen Eingang gilt 6 %, für einen Garten oder eine Stufe sind bis 10 % möglich.
- Länge rechnen: Teilen Sie die Höhe durch die Steigung als Dezimalzahl, zum Beispiel 30 ÷ 0,06 = 500 cm.
- Podest prüfen: Ist die Länge mehr als 6 m, planen Sie ein Podest von etwa 1,50 m ein.
- Breite festlegen: Für einen Rollstuhl und eine Begleitperson rechnen Sie mit mindestens 1,20 m.
- Beton rechnen: Den Keil berechnen Sie mit 0,5 × Länge × Höhe × Breite, dann kommt die Reserve dazu.
Länge Rampe berechnen heißt also nur: Höhe teilen durch Steigung. Der Rest ist Planung, nicht Mathematik.
Tipps und häufige Fehler
- Waagerechte Länge nehmen. Die Schräglänge ist nur wenig größer, zählt aber nicht für den Platz.
- Quergefälle klein halten. Rollstühle ziehen sonst zur Seite. Planen Sie die Entwässerung über die Längsneigung und eine Rinne am Fuß.
- Rutschfeste Oberfläche wählen. Ein Besenstrich in Beton gibt Halt.
- Ränder sichern. Eine barrierefreie Rampe braucht Handläufe auf beiden Seiten und Radabweiser.
- Podest vergessen. Bei mehr als 6 m Lauf gehört ein Podest in die Planung, sonst passt die Steigung nicht.
Die Rechnung für andere Steigungen zeigt der Steigung berechnen Rechner. Für ein Gefälle ohne Podest nutzen Sie den Gefälle berechnen Rechner. Wie viele Stufen statt einer Rampe passen, erklärt der Ratgeber Schrittmaß Treppe.
Für einen Zugang mit Rampe planen Sie zusätzlich den Gehweg betonieren Rechner. Eine Rampe an eine Terrasse setzen Sie mit dem Terrasse betonieren Rechner um.
Die Angaben sind Richtwerte. Bei öffentlichen Bauten gelten die Vorgaben des Planers. Eine Rampe, die Lasten trägt oder an das Gebäude anschließt, lassen Sie von einem Fachbetrieb ausführen.
Häufige Fragen
Wie berechne ich die Länge einer Rampe?
Teilen Sie die Höhe durch die Steigung als Dezimalzahl. Für 30 cm Höhe und 6 % Steigung sind das 0,30 ÷ 0,06 = 5 m waagerechte Länge.
Was bedeutet 6 % Steigung bei einer Rampe?
6 % heißt: 6 cm Höhenunterschied auf 100 cm Länge. Bei 30 cm Höhe brauchen Sie also 30 ÷ 6 × 100 = 500 cm, das sind 5 m. Der Neigungswinkel beträgt dabei 3,43 Grad.
Welche Steigung hat eine Rollstuhlrampe?
Die Norm DIN 18040 nennt für barrierefreie Rampen höchstens 6 %. Das bedeutet 6 cm Höhe auf 1 m Länge. Nach je 6 m Lauf ist ein Zwischenpodest von etwa 1,50 m Länge vorgesehen.
Wie viel Beton braucht eine Rampe?
Eine massive Rampe ist ein Keil. Das Volumen ist 0,5 × Länge × Höhe × Breite. Für 5 m Länge, 0,30 m Höhe und 1,20 m Breite sind das 0,5 × 5 × 0,30 × 1,20 = 0,9 m³.
Wie rechne ich Prozent in Grad um?
Der Winkel ist der Arkustangens der Steigung. 6 % entsprechen 3,43 Grad, 10 % rund 5,71 Grad und 100 % genau 45 Grad.
Alle Ergebnisse sind Schätzungen. Mengen und Preise vor dem Kauf mit dem Händler oder Fachbetrieb abgleichen.